Magazin

Die eisernen Wölfinnen
Frauen beim Militär in Litauen

Seit der Ukraine-Krise fürchtet Litauen, von Russland überfallen zu werden – und rüstet auf. Patrioten bejubeln das Militär und immer mehr junge Frauen entscheiden sich für eine Laufbahn als Soldatin.

 

Eva Steinlein Hamburg

Das Patriarchat bröckelt
Der Weg kasachischer Frauen in die Unabhängigkeit

Feminismus ist Wort, das die kasachische Gesellschaft polarisiert. Häufig als Schimpfwort gebraucht, geben manche offen zu, Feministinnen zu sein. Zwei von ihnen sind Leyla Makhmudova und Saule Suleimenova. Beide haben ihre eigenen Wege gefunden, um Frauen in der kasachischen Gesellschaft

 

Othmara Glas Almaty

Frauen an der Klimafront
Wie sich das Wetter besonders auf Frauen auswirkt

Vietnam ist eines der Länder, in denen der Klimawandel das Leben der Menschen verändern wird. Besonders betroffen davon sind die Frauen. Denn sie müssen nicht nur oft das Familieneinkommen mit dem Verkauf von Obst und Gemüse erwirtschaften, sondern auch die

 

Franziska Broich Brüssel

Mit Steinen auf Säuglinge
Wenn sich Frauen „züchtig“ verhalten sollen

In der israelischen Kleinstadt Beit Shemesh tobt ein bitterer Kampf um den öffentlichen Raum: Radikale Ultraorthodoxe stellen eigenmächtig Regeln auf und greifen Frauen an, deren Kleidung sie für aufreizend halten. Manche Beobachter sehen darin das Vorspiel eines drohenden Kulturkampfes im

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

Emanzipation à la Osteuropa
Wie eine Professorin Feminismus versteht

Die Literaturprofessorin Ausma Cimdina hat den Feminismus an die Universität Lettlands gebracht: Ihr Zentrum für „Women’s Studies“ in Riga ist das einzige im Land. Doch ihr eigenes Verhältnis zu Emanzipationsfragen ist so widersprüchlich wie das vieler Lettinnen.

 

Eva Steinlein Hamburg

Wo sind Europas Spitzenkandidatinnen?
Ein Zwischenruf

Mehrsprachig, mächtig, männlich: So lassen sich die bisherigen Kandidaten der Parteien fürs Spitzenamt der EU-Kommission zusammenfassen. Der Kandidat, der die meisten Stimmen vonseiten der EU-Bürger bekommt, soll die Kommission ab Herbst 2019 leiten. Doch eine Frau ist dafür – wieder

 

Franziska Broich Brüssel

Inklusive Bett und Ausbeutung
Hausangestellte in Peru kämpfen für mehr Rechte

Mehr als 30 Prozent der Hausangestellten in Perus Hauptstadt Lima arbeiten unter sklavenähnlichen Bedingungen. Das sagt die Vorsitzende der Gewerkschaft für Hausangestellte in der Region Lima. Die Frauen bekämen niedrigste Löhne, seien unversichert und alltäglichen Diskriminierungen und körperlichen Misshandlungen ausgesetzt.

 

Eva Tempelmann Lima

„Wir müssen früh anfangen“
Neues Mädchenmagazin in Polen

Theoretisch können Jungen und Mädchen alles erreichen, wenn sie nur wollen. In der Praxis zeigt sich allerdings, dass es wesentlich von der sozialen Schicht abhängt, ob sie eines Tages studieren und sich ein Haus kaufen können. Auch in Hinblick auf

 

Pauline Tillmann Berlin

Von Kommentaren und Katzenvideos
Das EU-Parlament und sein Social-Media-Team

Wer beantwortet die Nachrichten, wenn Bürger an das Europäische Parlament auf Facebook schreiben? Die Polin Karolina Wozniak mit ihrem Team. Europa ist ihr Herzensthema und Kommunikation ihre Leidenschaft.

 

Franziska Broich Brüssel

„Theater ist eine Sprache, die jeder versteht“
Porträt einer kasachstandeutschen Regisseurin

Natascha Dubs ist seit 2014 künstlerische Leiterin des Deutschen Theaters in Almaty. Durch ihre experimentellen und sozialkritischen Inszenierungen hat sich die Kasachstandeutsche einen Namen gemacht.

 

Othmara Glas Almaty

Die Netzwerkerin
Frauen in den Medien sichtbar machen

Zuzanna Ziomecka arbeitet seit vielen Jahren für die größte Tageszeitung in Polen, „Gazeta Wyborcza“. Vor gut einem Jahr hat sie die Plattform „NewsMavens“ gegründet, seit September 2017 ist die Webseite online. Gemeinsam mit ihrem Verlag „Agora“ will sie vor allem

 

Pauline Tillmann Berlin

„Wir wollen ein Peru ohne Diskriminierung“
Interview mit Verónica Ferrari

Verónica Ferrari ist eine der bekanntesten Aktivistinnen der LGBTQ-Community in Peru, Feministin und Mitglied der neu gegründeten Partei „Nuevo Peru“. Die 39-Jährige setzt sich für die Rechte von Homosexuellen und Frauen in ihrem Land ein, in dem Homophobie tief verwurzelt

 

Eva Tempelmann Lima

Nicht zu stoppen
Eine Sportjournalistin in Ghana hat große Pläne

Fast überall auf der Welt arbeiten Frauen in Sportredaktionen in Unterzahl. Doch beim lokalen Radiosender „Windybay“ ist Patience Addo Sosu nicht nur die einzige Frau im Team – sie hat auch die lauteste Stimme.

 

Clara Zink Winneba

Keine Frauen, keine Innovation
„Riga Tech Girls“ wollen Vorbilder schaffen

Mit dem Startup „Infogram“ hat es Alise Semjonova auf die Forbes-Liste der besten 30 unter 30 in Europa geschafft. Jetzt hilft sie anderen Frauen und Mädchen in Lettland beim Einstieg in die Digitalbranche – denn dort liegt die Zukunft des

 

Eva Steinlein Hamburg

Keine falsche Bescheidenheit
Frankreichs oberste Feministin

Marlène Schiappa ist als Staatssekretärin für Gleichberechtigung zumindest offiziell die oberste Feministin Frankreichs. Sie will vor allem gegen sexuelle Belästigung in der Öffentlichkeit kämpfen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen verbessern – Probleme, mit denen die 35-Jährige

 

Carolin Küter Lyon

Mehlwürmer à la carte
Nicole Sartirani bringt Krabbeltiere auf den Teller

Mit ihrer Initiative „Mikrokosmos Berlin“ setzt sich Gastronomin und Schauspielerin Nicole Sartirani für nachhaltige Alternativen zum Fleischkonsum ein und will Speise-Insekten künftig auch in Deutschland salonfähig machen.  

 

Helen Hecker Berlin

Dicke Bretter
Eine Frau reformiert die britische Verwaltung

Warum sind die Skandinavier eigentlich so innovativ? Das hat viel mit der Regierung und ihrer Verwaltung zu tun. Statt überbordende Bürokratie lautet das Motto: die Gesellschaft aktiv gestalten. Vorbild dafür ist eine britische Bewegung, die sich mit einfachen Prinzipien für

 

Christin Skiera Berlin

Die grüne Welle
Argentiniens Debatte über eine Abtreibungsreform

Wann darf eine Frau abtreiben? Kaum ein Thema hat Argentinien in diesen Monaten so bewegt wie ein Gesetzesprojekt zur Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. Der Senat kippte es in letzter Minute –Argentiniens Frauenbewegung hat er damit nicht aufgehalten. Im Gegenteil.

 

Anne Herrberg Buenos Aires

Mode eröffnet neue Jobchancen
Altkleider aus Europa nicht länger erwünscht

Ab Ende 2018 dürfen keine Altkleider mehr nach Ostafrika importiert werden. Damit wollen die Länder ihre eigene Textilindustrie fördern. Ugandas Schneiderinnen freut das: In der Modeindustrie ergeben sich dadurch mehr Arbeitsplätze für Frauen, sowohl als Selbstständige als auch in den

 

Simone Schlindwein Kampala

Die Seiltänzerin
Über den Kampf für Frauenrechte in Afghanistan

Bahar Sohaili war die mutigste Frauenrechtsaktivistin Afghanistans. Nach massiven Drohungen von Konservativen musste sie ihren Job aufgeben. Aus Rücksicht auf ihre Familie tritt sie heute leiser auf als früher.

 

Veronika Eschbacher Kabul

„Mit mir ist nicht gut streiten“
Kämpferin für die Rechte der Vergessenen

„Ich bin nicht kratzbürstig, aber beharrlich“, sagt die EU-Abgeordnete der Grünen, Barbara Lochbihler, über sich selbst. Seit den 80er Jahren kämpft sie für die Menschenrechte: Erst bei einer Frauenorganisation in Genf, dann bei „Amnesty International“ und seit 2009 im Europaparlament.

 

Franziska Broich Brüssel

Die Überlebenden
Rolle der Frauen für den Friedensprozess in Kolumbien

Der Großteil der Entführungs- und Todesopfer im kolumbianischen Konflikt sind Männer. Zurück bleiben die Frauen. Sie sind es, die die Konsequenzen des Krieges tragen und den Friedensprozess vorantreiben. Wir stellen drei von ihnen vor.

 

Sophia Boddenberg Santiago de Chile

„Die Schweizer sind vielfältig“
Interview mit Perla Ciommi

„Lucify.ch“ ist eine neue partizipative und interkulturelle Webplattform in der Schweiz. Sie wurde von zehn Journalistinnen und Medienproduzentinnen verschiedener Herkunft ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, eine weibliche und internationale Perspektive in die Schweizer Medienlandschaft zu bringen. Wir haben

 

Pauline Tillmann Berlin

Die Geschichte gehört allen
Historikerin kämpft gegen Erinnerungslücken in Belarus

In Belarus wollen viele die schmerzhaften Kapitel ihrer Geschichte vergessen. Sie sehen sich lieber als sowjetische Helden. Die Historikerin Tatsjana Pjatrowa ist überzeugte Patriotin – und setzt sich gleichzeitig für eine offene Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ein.

 

Eva Steinlein Hamburg

Es gibt viele Feminismen
Über die Vielfältigkeit der lateinamerikanischen Frauenbewegung

Virginia Vargas ist eine der Gründerinnen der peruanischen Frauenbewegung und eine der wichtigsten Feministinnen Lateinamerikas. Für sie liegt die Kraft der Frauen des Kontinents in ihrer Diversität.  

 

Sophia Boddenberg Santiago de Chile

Arabische Street-Art-Kunst
Wenn Wände sprechen

Immer mehr junge Frauen drängen in Jordaniens Street-Art-Szene. In einer konservativen Gesellschaft testen sie die Grenzen des Darstellbaren aus und malen gegen das Vorurteil an, das sei nichts für Mädchen.

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

Die Wurzeln der „Nouvelle Cuisine“
Wie Köchinnen stilprägend wurden

Bevor der kürzlich verstorbene „Kochpapst“ Paul Bocuse die französische Küche revolutionierte, haben Frauen den Grundstein dafür gelegt: Die „Mütter von Lyon“ führten bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eigene Restaurants, bewirteten Arbeiter, Großindustrielle und Nazis und gaben ihr Handwerk an Bocuse und Co. weiter. Für junge

 

Carolin Küter Lyon

Gleichberechtigung im Fußball
Argentiniens Spielerinnen begehren auf

Maradona, Messi, Mascherano. Ohne Argentinien wären Fußball-Weltmeisterschaften nur halb so unterhaltsam. In kaum einem Land ist die Begeisterung für diesen Sport so leidenschaftlich – auch bei den Frauen. Doch die werden vom Nationalverband AFA noch immer ignoriert. Zunehmend lehnen sich

 

Anne Herrberg Buenos Aires

Zwischen Unterdrückung und Freiheit
Frauen in Saudi-Arabien

Den Frauen in Saudi-Arabien werden künftig mehr Rechte zugestanden. Der plötzliche Sinneswandel des Kronprinzen Mohammed Bin Salman ist getrieben von wirtschaftlichen Interessen, aber die Frauen kümmert das wenig: Sie freuen sich über mehr Freiheiten. Dabei hilft ihnen das Startup „Glowork“.

 

Virginia Kirst Rom

Frauenrechte in Palästina
Wenn das Gesetz zum Feind wird

Gerade wurde im Westjordanland ein Gesetz abgeschafft, das Vergewaltigern Straffreiheit versprach, wenn sie ihre Opfer heiraten. Für diesen Durchbruch mussten palästinensische Frauenrechtsorganisationen hart kämpfen. 

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

Harte Fakten gegen miese Machenschaften
Perus datenjournalistische Pionierin

Die mehrfach ausgezeichnete Investigativjournalistin Milagros Salazar hat in Peru die sogenannten „Panama Papers“ mitenthüllt. Als erste weibliche Chefredakteurin eines investigativen Mediums in Peru geht sie mutig ihren Weg – und ist damit Vorbild für viele junge Journalistinnen.

 

Caren Miesenberger Hamburg

Die Geburtsstunde der Nachtclubs
Interview mit Elettra Fiumi

Mit dem Film „A Florentine Man“ begibt sich Elettra Fiumi auf die persönliche Suche nach der Vergangenheit ihres Vaters. Mit bisher unveröffentlichtem Material ermöglicht sie einen Einblick in die Entstehung der europäischen Clubkultur. Unsere Gastautorin Helen Hecker hat die Regisseurin

 

Helen Hecker Berlin

Sexismus ohne Ende
Eine Ukrainerin kämpft gegen Diskriminierung

Der Feminismus ist überall anders ausgeprägt. Wir wollen in den nächsten Monaten einen Blick auf interessante Aktivistinnen werfen und aktuelle Strömungen näher vorstellen. Den Anfang macht eine Feministin aus der Ukraine. Ihr Name: Iryna Slawinska.

 

Pauline Tillmann Berlin

#MeToo in Frankreich
Eine vorläufige Bilanz

Letzte Woche haben wir über Delphine Girard berichtet, eine von 200.000 Frauen, die in Frankreich jedes Jahr häusliche Gewalt erleben. Girard findet es wichtig, über ihre Erlebnisse zu sprechen, um das Tabu zu brechen und anderen betroffenen Frauen zu helfen.

 

Carolin Küter Lyon

„Man ist gar nichts“
Eine Französin spricht über häusliche Gewalt

Mit 19 Jahren lernte Delphine Girard ihren ersten Peiniger kennen. Er schlug sie, bedrohte sie mit einer Waffe, verfolgte sie nach der Trennung und vergewaltigte sie. Er ging dafür nicht ins Gefängnis. Das ist in Frankreich, wie in vielen anderen

 

Carolin Küter Lyon

„Die Revolution hat den Frauen geholfen“
Frauenrechte in Ägypten

Die ägyptische Frauenrechtlerin und Filmemacherin Alexandra Kinias, 53, ist in Kairo aufgewachsen und lebt heute mit ihrem Mann in den USA. Vor zwei Jahren hat sie das Online-Magazin „Women of Egypt“ gegründet, um sensible Frauenrechtsthemen aufzugreifen und jungen ägyptischen Frauen

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

Schuldig oder nicht schuldig?
Ein Theaterstück zu sexualisierter Gewalt

Über Vergewaltigung wird in Ghana ungern gesprochen, häufig gelten Opfer sogar als mitschuldig an der Tat. Zwei Regiedozentinnen beleben die Debatte durch ein Theaterstück an der Universität neu – und forschen darüber.

 

Clara Zink Winneba

Die Skikönigin von Bamiyan
Afghanische Frauen entdecken den Wintersport

Fatima Nazari ist die schnellste Skifahrerin Afghanistans. Das zweite Mal konnte sie nun die „Afghan Ski Challenge“ in der Provinz Bamiyan für sich entscheiden. Doch der Weg dorthin – und zu ihrem Ziel Olympiateilnahme – war und ist hart: In

 

Veronika Eschbacher Kabul

Mein Vater, der Völkermörder
Frauen kämpfen für Aufklärung

Todesflüge, Verschleppung, Kindesraub – die grausamen Verbrechen der Diktatur werden in Argentinien juristisch aufgearbeitet. Doch die ehemaligen Militärs schweigen eisern. Nun haben ihre Kinder damit begonnen, ihre Stimme zu erheben. So stellt sich auch Erika Lederer gegen die eigene Familie

 

Anne Herrberg Buenos Aires

Diese fünf Frauen prägen Russland
Von der Zentralbankchefin bis zur Menschenrechtsbeauftragten

In Russland hält Wladimir Putin allein alle Zügel in der Hand? Von wegen: Bei der Präsidentschaftswahl am 18. März fordert ihn erstmals eine Gegenkandidatin heraus – und auch auf Seiten des Staates beeinflussen und gestalten Frauen das Land entscheidend mit.

 

Eva Steinlein Hamburg

„Lasst mehr Frauen unsere Filme machen!“
Warum Frauen vor und hinter der Kamera eine Quote fordern

Film und Fernsehen prägen unsere Weltsicht. Ihre Geschichten und Bilder sind jedoch oft voller Stereotype. Aktuelle Studien zeigen, dass Frauen im Film nur wenig zu melden haben. Jetzt macht sich eine neue Initiative stark, die mehr Gleichberechtigung und eine 50-Prozent-Quote

 

Helen Hecker Berlin

Von Rassismus und Feminismus
Interview mit Aura Dalia Caicedo

Aura Dalia Caicedo ist Afrokolumbianerin, Aktivistin und Feministin. Sie setzt sich für die Rechte afrokolumbianischer Frauen ein. Dabei geht es nicht nur um die Gleichberechtigung von Frauen und Männern, sondern auch um die Akzeptanz von weißen Feministinnen. Sophia Boddenberg hat

 

Sophia Boddenberg Santiago de Chile

Was bleibt von #MeToo?
Fünf Medienmacherinnen ziehen Bilanz

Das US-amerikanische Magazin „The New Yorker“ hat mit seinen Enthüllungen über Harvey Weinstein im Herbst 2017 eine Lawine der Entrüstung losgetreten. Bald darauf folgte #MeToo. Weltweit haben sich Frauen über diesen Hashtag auf Twitter zu Wort gemeldet und von ihren

 

Pauline Tillmann Berlin

Queere Alternative zur „Bravo“
Ein neues Jugendmagazin ohne Dr. Sommer

Gegen Rassismus und Diskriminierung, dafür mit genderneutraler Sprache – so wollen die Texte des neuen digitalen Jugendmagazins „Brause*Mag“ daherkommen. Die Gründerinnen zielen damit vor allem auf Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren.

 

Pauline Tillmann Berlin

Vom Flüchtling zur Sexsklavin
Wie Afrikanerinnen in die Prostitution getrieben werden

In Sizilien blüht das Geschäft mit der Sexarbeit von nigerianischen Flüchtlingen. Doch eine Gruppe von ehemaligen Prostituierten aus Benin City kämpft gegen die Ausbeutung der Mädchen und will ihnen neue Perspektiven aufzeigen.

 

Helen Hecker Berlin

Wo Russland auf den Orient trifft
Porträt einer Filmfestivalleiterin in Kasan

Kasan gilt als Zentrum des Islam in Russland. Nicht umsonst widmet sich das größte Filmfest der Stadt der muslimischen Welt. Albina Nafigowa ist die künstlerische Leiterin, ihr Leben ist exemplarisch für diese Region.

 

Mandy Ganske-Zapf Magdeburg

Zur Arbeit gezwungen
Die Geschichte einer Ostarbeiterin

Elvina Semakowa wurde von den Nazis aus Belarus deportiert und zur Arbeit gezwungen. Nach dem Krieg wollte man sie zur Volksfeindin erklären lassen. Aber: Sie hat sich nie unterkriegen lassen und setzt sich mit ihren 91 Jahren noch immer für

 

Eva Steinlein Hamburg

Wissen ist (Ohn)macht
Über die Korruption im afghanischen Bildungssystem

Vor kurzem haben in Afghanistan die Schulferien begonnen. Drei Monate lang haben Schüler und Studenten nun frei und bringen ihre Zeugnisse nach Hause. Besonders stolz ist Shakiba, eine fünffache Mutter aus Kabul. Sie hat für die Bildung ihrer Kinder auf

 

Veronika Eschbacher Kabul

Ramallahs Ausnahme-Gründerinnen
Palästinensische Frauen beleben die Wirtschaft

Zwei Schwestern haben eine US-Modekette nach Palästina geholt. Inzwischen expandieren sie nach Jordanien und helfen anderen Frauen bei der Geschäftsgründung – entgegen kultureller und wirtschaftlicher Widerstände.  

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

Der weibliche Blick
6 spannende Projekte im Überblick

Gibt es so etwas wie einen weiblichen Journalismus? Eher nicht. Aber es gibt Publikationen, die ihren Schwerpunkt auf Frauen legen. Denn auch wir bei „Deine Korrespondentin“ berichten ausschließlich über Frauen, um sie sichtbarer zu machen. In deutschen Medien wird fünf

 

Pauline Tillmann Berlin

Die Trumpettes
Wie Frauen für den US-Präsidenten begeistern wollen

Seit zehn Monaten ist Donald Trump Präsident der USA. Während seine Beliebtheitsraten insgesamt bescheiden ausfallen, steht seine Basis weiter hinter ihm. Toni Holt Kramer ist Teil davon. Sie führt die „Trumpettes“ an, einen illustren Kreis von vorwiegend wohlhabenden Frauen, die

 

Veronika Eschbacher Los Angeles / Kabul

App gegen Belästigung
Rettung per Knopfdruck

Kairo ist berüchtigt für die sexuelle Belästigung, der Frauen im Alltag ausgesetzt sind. Nun hat eine junge Medizinstudentin eine App entwickelt, die im Notfall Fremde zu Helfern macht.

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

Ein Kinderbuch bewegt die Ukraine
Interview mit Larissa Denisenko

Die ukrainische Aktivistin und Journalistin Larissa Denisenko hat ein Kinderbuch geschrieben, das die Gemüter erregt. Sie stellt unterschiedliche Familienmodelle vor, darunter auch ein homosexuelles Elternpaar. In der Ukraine gilt das noch immer als Tabu. Unsere Gastautorin Eva Steinlein hat sie interviewt.

 

Eva Steinlein Hamburg

Krebs – Afrikas negierte Seuche
Diagnose per Smartphone

In Afrika sterben mehr Frauen an Gebärmutterhalskrebs als an Malaria oder HIV. Der Grund: Die Wenigsten gehen zur Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen. Das endet meist tödlich, weil es kaum Behandlungsmöglichkeiten gibt. Doch jetzt können Krebspatientinnen in ganz Ostafrika aufatmen: Ugandas renommiertes

 

Simone Schlindwein Kampala

Endstation Shatila
Syrische Frauen zwischen Hoffen und Bangen

Tausende syrische Flüchtlinge ziehen in palästinensische Flüchtlingscamps im Libanon – vor allem Frauen und Kinder. Sollten sie dort auf lange Sicht feststecken, droht ein Leben in Armut und Abhängigkeit.

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

„Wir wollen leben, nicht nur überleben“
Interview mit Rosângela José da Silva

Frauen mit heller Haut haben in Brasilien kein Problem, das passende Make-up zu finden, das Angebot für Schwarze dagegen ist rar. Und das obwohl Brasilien – nach Nigeria – das Land mit der größten schwarzen Bevölkerung der Welt ist. Deshalb

 

Caren Miesenberger Hamburg

Selbst lenken
Eine Autofahrt für mehr Rechte in Saudi-Arabien

„Der Regen beginnt mit einem einzigen Tropfen“, schreibt Manal al-Sharif in ihrem Buch „Losfahren“. Sie selbst war so ein Tropfen, als sie 2011 in Saudi-Arabien Auto fuhr. Die Fahrt endete im Gefängnis. Nun will das Königshaus die strengen Regeln lockern.

 

Sabine Rossi Köln

Ein großes Mädchen
Porträt einer Street-Art-Künstlerin aus Chile

Die 25-jährige Magdalena Cañas will mit ihren Wandmalereien die Menschen aus ihrem Alltagstrott wachrütteln. Kunst ist für sie auch gesellschaftliche Verantwortung: Sie soll andere stark und selbstbewusst machen – und sogar zum Widerstand auffordern. Ihr Lieblingsmotiv ist ein riesiges Mädchen.

 

Sophia Boddenberg Santiago de Chile

„Heidi“ und „die Stute“
Der argentinische Wahlkampf wird von Frauen bestimmt

Die Parlamentswahl in Argentinien Ende Oktober gilt als Barometer für Erfolg oder Misserfolg der Regierung von Präsident Mauricio Macri. Doch die wahren Protagonisten dieser Wahl sind Frauen. Es geht ein weiblicher Ruck durchs Macholand – doch bedeutet das auch einen

 

Anne Herrberg Buenos Aires

Schlag auf Schlag
Aus dem Leben afghanischer Taekwondo-Kämpferinnen

Wenn Shopirey Othmankheil und Sohaila Hamidi zuschlagen, sieht der Getroffene erst mal minutenlang nur Sterne. Die zwei Afghaninnen sind international erfolgreiche Taekwondo-Profis. Der Kampf in ihrer konservativen Gesellschaft sei aber, erzählen sie, viel schwieriger als der auf der Matte. So

 

Veronika Eschbacher Kabul

„Es gibt so viele Geschichten in Gaza“
Interview mit Filmemacherin Razan Madhoon

Die palästinensische Filmemacherin Razan Madhoon sagt: „Bei keinem anderen Thema urteilen die Menschen so schnell, als wenn es um Frauen geht.“ Die 29-Jährige löste in ihrer Heimat Gaza einen Skandal aus, als sie öffentlich ihr Kopftuch abnahm. Unsere Korrespondentin Mareike

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

Unsichtbar und unverzichtbar
Der Arbeitskampf indischer Hausangestellten

Hunderttausende junge Frauen ziehen vom Land in die Großstädte, um als „Maids“ – Hausangestellte – für reiche Inder zu arbeiten. Meistens handelt es sich dabei um Schwarzarbeit: Die Frauen sind nur selten versichert, bekommen weder bezahlten Urlaub noch eine Rente.

 

Lea Gölnitz Neu-Delhi

Journalismus ist kein Verbrechen
Türkei weiter unnachgiebig

Morgen wird Deniz Yücel 44 Jahre alt. Deshalb hat der Verein journalists.network einen offenen Brief an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verfasst. Wir von „Deine Korrespondentin“ unterstützen diesen Appell im Sinne der Pressefreiheit und wollen vor allem auf das

 

Pauline Tillmann Berlin

Mit Höflichkeit gegen Rechtspopulisten
Interview mit Paulina Fröhlich

Die 26-jährige Paulina Fröhlich hat 2016, gemeinsam mit Freunden, die Initiative „Kleiner Fünf“ gegründet. Damit will sie verhindern, dass rechtspopulistische Parteien in den Bundestag einziehen, also weniger als fünf Prozent der Wählerstimmen bekommen. Chefredakteurin Pauline Tillmann hat mit ihr gesprochen.

 

Pauline Tillmann Berlin

Gekaufte Frauen
Ugandas Politikerinnen kämpfen für ein neues Ehegesetz

Wenn der Ehemann stirbt, gehen nicht nur sein Hab und Gut, sondern auch Frau und Kinder in den Besitz der männlichen Verwandten über. Die Witwe wird automatisch zur Zweitfrau des ältesten Bruders des Mannes – so besagt es Ugandas geltendes

 

Simone Schlindwein Kampala

Langer Atem
Ägypten im Wandel

Genitalverstümmelung, Razzien gegen Homosexuelle: Oft erreichen Dalia Abd El-Hameed die Notrufe nach Feierabend. Wie viele andere Menschenrechtsaktivisten in Ägypten bekommt auch sie den zunehmenden Druck der Regierung zu spüren. Doch Wandel sei auch jetzt noch möglich, sagt sie – und

 

Sabine Rossi Köln

Die Schönheit des Uterus
Australische Künstlerin entwirft ungewöhnlichen Schmuck

Bizarr und eigenartig oder auch pornografisch und unanständig finden manche Leute ihre Kunst, sagt Maria Rozalia Finna alias „Ouvra“. Doch auf ihrem Instagram-Account bekommt die facettenreiche Australierin viel Lob und Unterstützung für ihre Zeichnungen von Vulva-Auren. Katja Fischborn hat sie

 

Katja Fischborn Köln

Abwehrbereit
Jordanierin bringt Frauen das Kämpfen bei

Lina Khalifeh hat Jordaniens erstes Selbstverteidigungsstudio für Frauen gegründet. Mit Gesprächsseminaren und vor allem Kampftsportunterricht bringt sie ihnen bei, für ihre Rechte einzustehen – mit Worten und, wenn nötig, mit Fäusten. 

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

Gehen, um zu bleiben
Interview mit Anika Landsteiner

Früher hat sie geschauspielert, jetzt ist sie Buchautorin. Die 30-jährige Münchnerin Anika Landsteiner reist für ihr Leben gern, bloggt darüber und hat das erzählerische Sachbuch „Gehen, um zu bleiben“ geschrieben. Mit 15 Geschichten über „Mut“, „Freiheit“ oder „Scheitern“ will sie

 

Pauline Tillmann Berlin

Freiheit statt Diskriminierung
Aktivisten betreiben Kulturzentrum für queere Menschen

Das Casa Nem ist der einzige selbstverwaltete Zufluchtsort von und für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transsexuelle in Rio de Janeiro. In dem Land mit der weltweit höchsten Mordrate transsexueller Menschen bietet das bunte Haus einen Schutzraum vor Gewalt und Diskriminierung.

 

Caren Miesenberger Hamburg

Folter in der „Venda Sexy“
Sexueller Missbrauch während der Militärdiktatur

Beatriz Bataszew wurde während der chilenischen Militärdiktatur in den 70er Jahren brutal gefoltert und vergewaltigt, um Informationen aus ihr herauszubekommen. Sogar einen Schäferhund haben die Täter dabei eingesetzt. Keiner wurde dafür jemals verurteilt. Und auch heute existiert noch immer eine

 

Sophia Boddenberg Santiago de Chile

Feministinnen in der Frontstadt
Und der vergessene Krieg in der Ostukraine

Die ukrainische Hafenstadt Mariupol ist 20 Kilometer von der Front entfernt: Ausgerechnet hier sorgen junge Frauen für Veränderung – auch gegen den Widerstand ukrainischer Rechtsradikaler. 

 

Inga Pylypchuk Berlin & Kiew

Mit Fashion gegen die Mullahs
Junge Afghaninnen gehen mit Tabu-Themen an die Öffentlichkeit

Ein Frauenkollektiv gibt das erste Fashion-Magazin Afghanistans heraus – und legt sich mit den Konservativen des Landes an, weil es neben Modetipps auch über Verhütung und den weiblichen Körper schreibt.

 

Veronika Eschbacher Kabul

Nachgefragt
Was macht die Menstruationsaktivistin Monalisa Padhee?

Vor gut einem Jahr habe ich Monalisa Padhee interviewt. Sie hat davon erzählt, wie sie im ländlichen Indien den Aberglauben um die Menstruation bekämpft und ein Curriculum zur Aufklärung über Menstruationshygiene und Gesundheit erstellt. Was macht sie heute?

 

Lea Gölnitz Neu-Delhi

Debatte über Monatsblutung
Ugandas führende Feministin vor Gericht

Ugandas Schulmädchen sind benachteiligt: Sie können sich während ihrer Periode keine Binden leisten und verpassen dann den Unterricht. Der Präsident versprach 2016 kostenlose Binden an Schulen. Doch dazu reichte dann das Geld nicht. Mit einer Crowdfunding-Kampagne wollte die Feministin Stella

 

Simone Schlindwein Kampala

Weniger ist mehr
Interview mit Katharina Finke

Im März 2017 erschien ihr Buch „Loslassen – wie ich die Welt entdeckte und verzichten lernte“. Seitdem tingelt Katharina Finke von einem Interview zum Nächsten. Das Thema Minimalismus begleitet sie aber nicht erst seitdem. Sie besitzt schon eine ganze Weile

 

Pauline Tillmann Berlin

Mode made in Kongo
Fashion statt Vergewaltigung

Ostkongos Provinzstadt Goma wird in den Medien oft als „Hauptstadt der Vergewaltigungen“ bezeichnet, Frauen als geschundene Opfer dargestellt. Die kongolesische Modedesignerin Justine Mapendo hat jetzt mitten im Kriegsgebiet eine Boutique eröffnet, in der Frauen sich nicht nur einkleiden, sondern auch

 

Simone Schlindwein Kampala

Nachgefragt
Bei Lea Gölnitz, Indien-Korrespondentin

Mit der Rubrik „Nachgefragt“ wollen wir in Zukunft spannende Frauen, die wir getroffen haben, noch einmal zu Wort kommen lassen. Was hat sich getan? Was hat sich seit unserer Berichterstattung verändert? Außerdem erzählen unsere Korrespondentinnen, wenn es sich anbietet, von

 

Pauline Tillmann Berlin

Wie Marine Le Pen Frauen für sich gewinnt
Schicksalswahl in Frankreich

Marine Le Pen wird wahrscheinlich nicht die erste Präsidentin Frankreichs. Ein Erfolg war die am Sonntag endende Präsidentschaftswahl für sie trotzdem. Noch nie zuvor haben so viele Franzosen Front National gewählt. Geschafft hat Le Pen das vor allem, indem sie

 

Carolin Küter Lyon

Kinder der Crowd
Wie Paare in den USA künstliche Befruchtung finanzieren

Darlehen, Pensionsersparnisse und Kreditkartenkonten werden in den USA von Paaren mit Kinderwunsch angezapft, um die hohen Kosten für künstliche Befruchtung zu finanzieren. Immer öfter setzen sie nun auch auf Crowdfunding – sie sammeln also Spenden übers Internet.

 

Veronika Eschbacher Los Angeles / Kabul

Die Patriotin
Anne Lorne kandidiert für die Republikaner

Anne Lorne ist Französin, jung, katholisch und politisch engagiert. Vor vier Jahren demonstrierte sie bei der „manif pour tous“ gegen die sozialistische Regierung und die Einführung der Homo-Ehe. Sie sieht sich selbst als Vertreterin einer ehemals stillen konservativen Masse an

 

Carolin Küter Lyon

Aktivistin oder Terroristin?
Die politische Verfolgung von Francisca Linconao

Francisca Linconao ist Mapuche und kämpft gegen den chilenischen Staat, der ihrem Volk das Land weggenommen hat und gegen Unternehmen, die den Wald abholzen, in dem sie lebt. Weil sie sich dagegen wehrt, steht sie wegen Terrorverdacht unter Hausarrest.

 

Sophia Boddenberg Santiago de Chile

Selbst ist die Journalistin
Über Myanmars erste Chefredakteurin

Es mangelt dem myanmarischen Journalismus nicht an Frauen. Nur eine Einzige allerdings hat es bisher zur Chefredakteurin gebracht – indem sie kurzerhand ihre eigene Zeitung gegründet hat. Damit hat sie nicht nur ein Exempel statuiert, sondern auch das Leben in

 

Verena Hölzl Yangon

Die Schönheit des Glaubens zurückholen
Aktivistin Raheel Raza will den Islam reformieren

Die gebürtige Pakistanerin Raheel Raza, 67, lebt in Kanada, arbeitet als Journalistin, Autorin, Menschenrechtsaktivistin und ist Präsidentin des „Council for Muslims Facing Tomorrow“. Sie wirbt für einen modernen, liberalen Islam und findet den Westen im Umgang mit Islamisten naiv. Für

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

„Mein Film soll gängige Vorstellungen sprengen“
Interview mit Amandine Gay

In dem Dokumentarfilm „Ouvrir la voix“ (Französisch „das Wort ergreifen“) berichten schwarze Frauen aus Frankreich und Belgien von Vorurteilen und Diskriminierungen, die sie in ihrem Geburtsland oder ihrer Wahlheimat erfahren haben. Es geht um den täglichen Kampf mit Stereotypen –

 

Carolin Küter Lyon

Waschen für den Weltfrieden
Die „Dirty Girls“ helfen auf Lesbos Geflüchteten

Die griechische Insel Lesbos galt unter Flüchtlingen als das Tor nach Europa. Mehrere Hunderttausend kamen 2015 auf diesem Weg in die EU. Alison Terry-Evans hat vielen von ihnen geholfen. Sie hat sie mit Kleidung versorgt und gleichzeitig die Umwelt geschützt.

 

Sabine Rossi Köln

Verschleierte Lage
Schachspielerinnen protestieren gegen Kopftuchzwang

Ab 10. Februar findet die Schach-Weltmeisterschaft der Frauen in Iran statt. Ausgerechnet! Denn das Land gesteht Frauen kaum Rechte zu – sowohl gesellschaftlich als auch vor dem Gesetz werden sie diskriminiert. Die Vorschrift, bei den Wettkämpfen bei Androhung von Strafe

 

Katja Fischborn Köln

Wut statt Angst
Warum immer mehr indische Frauen nachts draußen sind

Sich draußen aufzuhalten gilt für Frauen in Indien als gefährlich. Immer wieder kommt es zu Belästigungen und Übergriffen durch Männer. Diese Vorfälle führen zu einem permanenten Gefühl der Unsicherheit und machen viele Inderinnen wütend. Deshalb ruft die Initiative „Blank Noise“

 

Lea Gölnitz Neu-Delhi

Arabisch lernen via Skype
Startup verbindet Flüchtlinge und Lernwillige

Die Kölnerin Bettina Bräunl und die Syrerin Ralda Jamous wären sich im wahren Leben wohl nie begegnet. Nun sprechen sie jede Woche miteinander – dank eines Startups, das geflüchtete Syrer als Arabischlehrer für Menschen in aller Welt einstellt.

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

Die Klitoris, das unbekannte Organ
Die Französin Odile Fillod will Schüler mit einem 3D-Modell aufklären

In Schulbüchern ist von ihr, wenn überhaupt, nur ein kleiner Punkt zu sehen: Die Klitoris ist im Sexualkundeunterricht in Frankreich immer noch ein Tabu. Weibliche Lust ist kein Thema. Genau dagegen will Odile Fillod angehen. Sie hat das erste Klitoris-Modell

 

Carolin Küter Lyon

Bitte nicht lächeln
Über die Schwierigkeiten, Frauen am Hindukusch zu fotografieren

Bilder von Afghaninnen zu machen, ist in dem konservativ-islamischen Land ein äußerst schwieriges, mitunter gefährliches Unterfangen. Die junge Fotografin Tahmina Saleem scheut dennoch keinen Aufwand, spannende Frauen vor die Kamera zu bekommen.

 

Veronika Eschbacher Kabul

Wo ist hier das Klo?
Warum indische Frauen ein Recht zu pinkeln einfordern

Indien fehlt es an Toiletten. Fast die Hälfte der Bevölkerung erleichtert sich im Freien. Mit der „Swachh Bharat Mission“ (Mission Sauberes Indien) soll damit Schluss sein. Die Kampagne wurde 2014 von Premierminister Narendra Modi ins Leben gerufen. Bis zum 2.

 

Lea Gölnitz Neu-Delhi

Wenn Machos zu Mördern werden
Chiles Feministinnen empören sich über Frauenmorde

Wenige Tage nach den Protesten gegen Frauenmorde sind in Argentinien erneut drei Frauen getötet worden. In Lateinamerika werden jedes Jahr hunderte Frauen ermordet, weil sie Frauen sind. Die chilenische Anwältin und Aktivistin Lorena Astudillo berät Frauen, die Gewalt erleben und

 

Sophia Boddenberg Santiago de Chile

Allein unter Brennern
Eine Australierin in der vielleicht abgelegensten Destillerie der Welt

Margaret Lyons ist eine von nur einer Handvoll Frauen, die in Australien Hochprozentiges destillieren. Die frühere Milchbäuerin und Mutter von vier Kindern erfüllte sich im zweiten Anlauf den Traum vom Leben im Outback und heimst nun international Preise für ihren

 

Sonja Blaschke Tokio & Sydney

Ukraine – eine Innensicht
Von der Künstlerin Yevgenia Belorusets

Bis vor wenigen Jahren wussten wohl die meisten nicht einmal, wo die Ukraine genau liegt. Doch spätestens seit der Krim-Annexion und dem Krieg in der Ostukraine ist das Land in aller Munde. Die 36-jährige Künstlerin Yevgenia Belorusets gibt uns exklusiven

 

Pauline Tillmann Berlin

Die vielen Gesichter der Yuriko Koike
Mit Eigensinn in eines der wichtigsten Ämter Japans

Die erste Gouverneurin Tokios erregt nach kurzer Zeit im Amt viel Aufsehen. Sie will exzessive Überstunden verbieten, ihr eigenes Gehalt halbieren und Tokio zum „Anime-Land“ machen.

 

Sonja Blaschke Tokio & Sydney

„Hennen“ an der Macht
Afrikas Feminismus in der Krise

Sylvia Tamale gilt als Afrikas führende Feministin. In ihrem jüngsten Vortrag in ihrer Heimat Uganda wettert sie jedoch nicht gegen Männer, sondern gegen das eigene Geschlecht: Nämlich die Frauen an der Macht, die die Frauenbewegung verraten.

 

Simone Schlindwein Kampala

Auf der Jagd nach schlummernden Schätzen
Über die Frauen in Chiles Bergbau

Der Kupferbergbau ist die tragende Säule der chilenischen Wirtschaft. Bis vor wenigen Jahren war Frauen der Zugang zu den Minen noch verboten. Olivia Mejías ist eine von rund 250 Frauen, die in der größten unterirdischen Kupfermine der Welt arbeiten.

 

Sophia Boddenberg Santiago de Chile

Keine Männersache
Indiens Frauen kämpfen um Teilhabe am IT-Boom

In kaum einer Branche sind so wenige Frauen vertreten wie in der Softwareindustrie. Doch es gibt sie, die indischen Programmiererinnen. Sie werden unterschätzt, mit offenem Sexismus konfrontiert und selten unterstützt. Aber sie wollen mehr Frauen ermutigen, sich in die Welt

 

Lea Gölnitz Neu-Delhi

Ein Leben für den Film
Regisseurin in Afghanistan

Während der Herrschaft der Taliban in Afghanistan waren Kino und Fernsehen strengstens verboten, die Islamisten spießten TV-Geräte öffentlich auf Pfählen auf oder warfen sie bei Razzien aus Elektronikgeschäften auf die Straße. Sie waren erst wenige Wochen entmachtet, da brach Roya

 

Veronika Eschbacher Kabul

Geheimdienst-Veteraninnen auf besonderer Mission
Frauen in Israels IT-Sektor

In der Erfolgsgeschichte der israelischen High-Tech-Branche kommen Frauen kaum vor. Drei Veteraninnen jener Geheimdiensteinheit, die als Israels Start-up-Schmiede gilt, wollen das ändern – indem sie ein Netzwerk starker Frauen aufbauen.

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

Die Muschelfrauen aus Mesopotamien
Was Schalentiere, Istanbul und Kurdinnen verbindet

Mitten im Herzen von Istanbul, nur einen Steinwurf von der beliebten Einkaufsmeile İstiklal entfernt, befindet sich der Stadtteil Tarlabaşı. Hier haben sich viele Kurden angesiedelt, die vor dem Bürgerkrieg im Südosten der Türkei geflohen sind. Die Frauen führen ein Leben

 

Veronika Hartmann Istanbul

In Rage
Die Heavy Metal-Frontfrau in Ägypten

Sängerin Rasha Magdy kann ihre Wut herausschreien – zumindest auf der Bühne und im Proberaum. Als Mädchen in Ägypten groß zu werden sei beschissen, sagt die 32-Jährige. Doch langsam ändere sich etwas.

 

Sabine Rossi Köln

Hoch die Mittelfinger!
Eine Fat Femme über die Rückeroberung des eigenen Körpers

Die amerikanische Yoga-Szene wird von weißen, athletischen Frauen dominiert. Die afroamerikanische Yoga-Lehrerin Jessamyn Stanley, die sich selbst als „Fat Femme“ beschreibt, bricht alle Stereotype. Der Instagram-Star ist Teil der „Body-Positivity-Bewegung“, die die USA erfasst hat.

 

Veronika Eschbacher Kabul

Von Tränengas, Jesus und der Ungleichheit
Die Frauen im Ringen um Bildung in Chile

In Chile ist Bildung teuer. Davon profitieren vor allem Banken, Universitäten und Privatschulen. Schüler, Studenten und deren Familien sind die Verlierer. Camila Rojas, die Präsidentin der einflussreichsten Studentenorganisation Chiles, kämpft dafür, dass qualitativ gute Bildung für alle Chilenen zugänglich sein

 

Sophia Boddenberg Santiago de Chile

Zu arm, um in Würde zu sterben
Krebs und kein Geld

Ostafrikas einziger Apparat für die Strahlentherapie gegen Krebs ist kaputt. Diese Tatsache  wirft ein Licht auf das komplett marode Gesundheitssystem. Eine 81-jährige Nonne aus Irland stellt nun in Ugandas einzigem Hospiz kostengünstig flüssiges Morphium her, um den Todkranken wenigstens das

 

Simone Schlindwein Kampala

Die Seiltänzerin
Der lebensgefährliche Kampf für Frauenrechte

Wer sich in Afghanistan öffentlich für Frauenrechte einsetzt, findet sich schnell in einer Achterbahn der Gefühle wieder: Mal geht es bergauf, wenn man junge, selbstbewusste Mädchen heranwachsen sieht, dann wieder bergab, wenn erschütternde Fälle an Gewalt gegen Frauen bekannt werden.

 

Veronika Eschbacher Kabul

Am äußersten Rand
Asylwerber in Israel

In Süd-Tel Aviv leben Tausende afrikanische Asylbewerber, oft in prekären Verhältnissen. Besonders verwundbar: die Frauen. Viele sind alleinerziehend, arbeiten schwarz, manche erlitten Gewalt. Eine eritreische Nonne und eine südafrikanische Psychologin versuchen zu helfen – finanziell und moralisch.

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

Taktwechsel
Warum das Dirigieren keine „Frage der Biologie“ ist

Yura Yang ist 26 Jahre alt und arbeitet am „Musiktheater im Revier“ in Gelsenkirchen. Die Südkoreanerin gehört zu einer neuen Generation von Dirigentinnen, die sich nicht länger von den männlichen „Pulttigern“ in die zweite Reihe drängen lassen wollen. Doch der

 

Katja Fischborn Köln

Der Stoff der Könige
Über die Frauen im Lyoner Traditionshandwerk

Lyon galt vom 17. bis zum 19. Jahrhundert als Hauptstadt der Seide. Früher war die Seidenweberei ein Männerberuf, Frauen erledigten die niederen Arbeiten. Heute halten in der einzig verbliebenen unabhängigen Seidenweberei Prelle Frauen das Handwerk und die Tradition aufrecht. Doch

 

Carolin Küter Lyon

„Wenn Binden brennen, stirbt der Ehemann“
Gegen den Aberglauben rund um die Menstruation

An vielen Orten auf der Welt wird Menstruation tabuisiert. Auch in Indien gelten Frauen als unrein und werden während ihrer Tage diskriminiert und ausgeschlossen – man(n) glaubt, dass Essen und Wasser in ihren Händen schlecht wird. Die Wissenschaftlerin Monalisa Padhee kämpft

 

Lea Gölnitz Neu-Delhi

„Die Seele einer Frau ist anders“
Porträt der ungarischen Holocaust-Überlebenden Éva Fahidi

Éva Fahidi ist mit ihren 90 Jahren eine der letzten Überlebenden des ungarischen Holocaust. Lange konnte sie nicht über das Erlebte sprechen – heute tanzt sie es mit dem Stück „Sea-Lavender – Die Euphorie des Lebens“, spricht darüber mit Jugendlichen

 

Lisa Erzsa Weil Budapest

Das Recht auf Abtreibung
Heftige Diskussionen im katholischen Chile

In Chile steht Abtreibung unter Gefängnisstrafe. Claudia Dides hat mit der Organisation Miles ein Gesetz entworfen, damit chilenische Frauen das Selbstbestimmungsrecht über ihren Körper zurückerlangen.  Im März  wurde es in der Abgeordnetenkammer abgesegnet, jetzt muss noch der Senat zustimmen. Seitdem wird

 

Sophia Boddenberg Santiago de Chile

Wenn es nur noch ums Überleben geht
Ostukrainerinnen erzählen von ihrer Flucht

Vor genau zwei Jahren begannen die Besetzungen von öffentlichen Einrichtungen in der Ostukraine nach der Revolution in Kiew und der Annexion der Krim durch Russland. Es folgte die „Anti-Terror-Operation“ Kiews, die Gefechte der ukrainischen Armee mit den Separatisten weiteten sich schnell aus. Mittendrin befanden

 

Pauline Tillmann Berlin

Die Lichtbringerinnen
Wie Analphabetinnen in Indien Solar-Technik beherrschen lernen

In dem kleinen Dorf Tilonia werden im „Barefoot College“ Frauen aus der ganzen Welt darin ausgebildet, wie sie ihre Heimatdörfer mit Solarstrom versorgen können. Das Besondere dabei: Sie können weder lesen noch schreiben – und die meisten von ihnen haben

 

Lea Gölnitz Neu-Delhi

Abschied vom Rechtsstaat?
Juristinnen kritisieren Ausnahmezustand in Frankreich

Der Terror verändert Frankreich – auch von innen. Seit den Attentaten in Paris im November gilt der Ausnahmezustand, der die Grundrechte der Bürger einschränkt. Kritikerinnen befürchten, dass sich das Land auf Dauer vom Rechtsstaat verabschiedet. Denn bereits jetzt haben Polizei

 

Carolin Küter Lyon

Die Botschafterin der Ignorierten
Porträt einer engagierten Muslimin in Myanmar

Muslime haben es in Myanmar schwer. Vor allem die Minderheit der Rohingya leidet unter Diskriminierung. Eine von ihnen wehrt sich dagegen – und findet damit international Gehör. Unsere Korrespondentin hat Wai Wai Nu (28) getroffen.

 

Verena Hölzl Yangon

Bloß nicht aufgeben
Freiwillige in der Ukraine (Teil 2)

„Durchhalten!“ lautet in diesen Tagen die Parole der Freiwilligen in der Ukraine, denn der Krieg im Osten des Landes ist noch immer in vollem Gange. Deshalb machen insbesondere Frauen den Soldaten und Freiwilligen, die an der Front kämpfen, Mut. Zwei

 

Pauline Tillmann Berlin

Der Kampf geht weiter
Freiwillige in der Ukraine (Teil 1)

Die Zivilgesellschaft in der Ukraine ist vergleichsweise jung: Erst vor zwei Jahren, im Zuge der Proteste auf dem Kiewer Maidan, ist sie erwacht. Seitdem engagieren sich vor allem Frauen – sie helfen Binnenflüchtlingen mit Kleidern und Soldaten mit Medikamenten. Wir

 

Pauline Tillmann Berlin

Frauen sind der Schlüssel
Fünf Jahre nach der Katastrophe von Fukushima

Am 11. März 2011 löste ein heftiges Seebeben der Stärke 9,0 haushohe Tsunamis aus. Diese zerstörten hunderte Kilometer der japanischen Pazifikküste und sorgten für einen Stromausfall im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi. Es kam zur Kernschmelze, zum GAU. Seither kämpfen die Japaner

 

Sonja Blaschke Tokio & Sydney

Wie Frauen Burundi umkrempeln wollen
Ein kleines Land am Rand eines neuen Bürgerkriegs

Burundi, im Herzen Afrikas, versinkt wieder in Gewalt und Terror. Dabei hatte es eine große Chance auf Frieden – auch dank der Frauenquote, die 2005 im Friedensvertrag festgeschrieben wurde. Was hat sich dadurch verändert? Drei Frauen aus drei Generationen erzählen

 

Simone Schlindwein Kampala

„Ich schuf Raum für Gewalt“
Wie eine afghanische Künstlerin provoziert

Die 26-jährige Kubra Khademi fordert mit ihren kritischen Performances die afghanische Gesellschaft heraus. Diese liebt es aber gar nicht, den Spiegel vorgehalten zu bekommen. Sie antwortet ihr mit Todesdrohungen.

 

Pauline Tillmann Berlin

Die Kunst des Neinsagens
Die Künstlerin Bahia Shehab protestiert mit Spraydosen

„Nein“ ist das Markenzeichen von Bahia Shehab. Während der Umbrüche in Ägypten ging die Künstlerin auf Straßen und Plätze in Kairo und sprühte ihr „Nein“: Nein zum Töten. Nein zu Tränengas. Nein zur Militärherrschaft. Inzwischen ist das Sprayen in der

 

Sabine Rossi Köln

„Ich bin überzeugt, dass wir zu diesem Land gehören“
Interview mit jüdischen Siedlerin

Sie ist „die Siedlerin“ – so lautet der Titel des Blogs, den sie über ihr Leben in einer israelischen Siedlung im Westjordanland schreibt. Chaya Tal wurde in St. Petersburg geboren und kam als Siebenjährige mit ihrer Mutter nach Deutschland. Seit

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

„Wir überstehen das!“
Breslau ist Europäische Kulturhauptstadt 2016

Die ersten Amtshandlungen der neuen polnischen Regierung unter Beata Szydlo sind in Europa auf lautstarke Kritik gestoßen. Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, bezeichnete Polen jüngst als „gelenkte Demokratie nach Putins Art“. Doch die Breslauer wollen sich ihr Kulturhauptstadtjahr davon

 

Pauline Tillmann Berlin

Was tun nach der Silvesternacht in Köln?
Eine offene Debatte hilft der Integration am meisten

Nach den Übergriffen von Köln versuchen manche, die Bedeutung unterschiedlicher Frauenbilder kleinzureden – aus Angst vor Rassismus. Aber nicht die Diskussion ist gefährlich, sondern der Versuch, sie zu ersticken.

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

„Ein Teil von mir ist in Damaskus geblieben”
Wie Frauen die Flucht nach Deutschland erleben

Meistens sind es junge Männer, die fliehen. Sie wissen, dass sie dabei ums Leben kommen können. Die meisten wollen, wenn sie es schaffen, ihre Familien nachholen. Frauen dagegen sind eine Minderheit – und sie sprechen nur ungern über das Erlebte.

 

Njema Drammeh Berlin

Die Straße als Laufsteg
Mode für russische Superreiche

Sie macht seit 20 Jahren Mode und gehört zu den einflussreichsten Petersburgern. Ihr Name: Tatjana Parfionova. Was treibt sie an?

 

Pauline Tillmann Berlin

Deutsche in St. Petersburg
Eine wechselvolle Geschichte

Die Geschichte der Deutschen in St. Petersburg reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. 1703 wurde die Stadt von Peter dem Großen errichtet, bereits 1706 gab es die erste deutsche Schule. Wir haben uns auf Spurensuche nach den deutschen Frauen von

 

Pauline Tillmann Berlin

Auf Umwegen zum Wunschbaby
Mexiko ist neues Mekka für Leihmutterschaft

Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Trotzdem ist es auch für deutsche Paare möglich, das eigene Kind von einer anderen Frau austragen zu lassen – allerdings im Ausland. Immer mehr Wunscheltern gehen dafür nach Mexiko. Zwei Frauen berichten.

 

Katja Döhne Berlin

Eine ungewöhnliche Liaison
Annerose Koschinski und ihr Erotik-Laden

Die Wende in Deutschland hat das Leben vieler Menschen nachhaltig verändert – auch das von Annerose und Rudi Koschinski. Sie haben ihre Gartenlaube in Ostberlin zu einem Erotik-Laden umfunktioniert. Doch das Geschäft läuft zunehmend schlecht.

 

Katja Döhne Berlin

Frauen – emanzipiert euch!
Ein Essay über verschwendetes Potenzial

Nirgends ist der Anteil berufstätiger Frauen so gering wie in den arabischen Staaten – ein enormes ungenutztes Potenzial. Frauen den Weg in den Job zu ebnen, würde nicht nur ihnen helfen, sondern auch ihrer Gesellschaft.

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

Haidschars Versprechen
Über die Situation von Beduinen in Israel

Die Beduinin Haidschar Elsaneh musste mit zwölf Jahren die Schule abbrechen und Schafe hüten. Weil ihre Töchter es einmal besser haben sollten, brach sie mit den Normen ihrer traditionellen Gesellschaft.

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

Kampf gegen Monsanto
Eine Argentinierin bietet dem Weltkonzern die Stirn

Im Bus haben sie ihr eine Waffe an die Schläfe gedrückt und geschrien: Sie solle endlich damit aufhören, sich gegen den Fortschritt und die Bauern zu stellen. Und einmal traten sie ihr mit Füßen ins Gesicht, so dass sie ins

 

Diana Deutschle Buenos Aires

Kandidatinnen unter sich
Wie Myanmars Frauen ihren Platz in der Demokratie suchen

Bei einem speziellen Training werden künftige Politikerinnen auf Myanmars erste demokratische Parlamentswahl am 9. November vorbereitet. Nach US-amerikanischem Vorbild lernen sie, potenzielle Wähler anzusprechen.

 

Verena Hölzl Yangon

Rap und Pop für den Wandel
Junge Ägypterinnen halten der Gesellschaft den Spiegel vor

Belästigung, Demütigung, Abhängigkeit – Erfahrungen, die fast jede Frau in Ägypten beinahe täglich macht. Das Musikalbum „Bint al-Masarwa“, auf Deutsch „Tochter Ägyptens“, hält dagegen.

 

Sabine Rossi Köln

„Ich weiß, dass ich etwas Einzigartiges tue“
Interview mit Palästinas einziger Bierbrauerin

Madees Khoury, 29, ist die einzige palästinensische Bierbrauerin. 1994 gründete ihr Vater die Taybeh-Brauerei im Westjordanland, zehn Kilometer von Ramallah entfernt. Sie soll das Geschäft eines Tages übernehmen. Am vergangenen Wochenende veranstalteten die Khourys zum zehnten Mal ein Oktoberfest.

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

„Es ist eine Chance“
Wie geht es den Hinterbliebenen von Flüchtlingen in Afghanistan?

Zahlreiche afghanische Mütter warten sorgenvoll auf Nachrichten von ihren Söhnen, die in den vergangenen Wochen und Monaten nach Europa geflüchtet sind. Sind sie einmal angekommen, so tröstet die meisten die Hoffnung, dass ihnen ein besseres Leben bevorsteht.

 

Veronika Eschbacher Kabul

„Gesellschaft ist weiter als Politik“
Über die schwierige Situation von Homosexuellen in Weißrussland

In Osteuropa ist Homophobie besonders ausgeprägt. Trotzdem gibt es auch dort viele Aktivisten, die sich für die Rechte von Homosexuellen einsetzen. Wir haben starke Frauen in Weißrussland – der „letzten Diktatur Europas“ – getroffen, die mit mutigen Initiativen neue Akzente

 

Pauline Tillmann Berlin

Schwere Last
Wenn Frauen selber Särge tragen

Der Lynchmord an der Studentin Farkhunda am hellichten Tag in Kabul Ende März hatte die afghanische Gesellschaft aufgewühlt. Die Tat warf ein Schlaglicht auf die prekäre Stellung der Frau im Land, rüttelte aber auch die Zivilgesellschaft auf. So sehr, dass

 

Veronika Eschbacher Kabul

Gastbeitrag
Unternehmerinnen sind die glücklicheren Menschen

Ein frischer Gründungswind weht durch die deutsche Medienszene: Unsere Gastautorin erzählt von den Chancen des Unternehmertums für Medienmacherinnen.

 

Carolin Neumann Hamburg

Gerettet, aber nicht erwünscht
Syrische Flüchtlinge in Jordanien

Hunderttausende Syrer sind vor dem Krieg nach Jordanien geflüchtet. Doch das ressourcenarme Land hat Mühe, sie zu versorgen. Außerdem wächst der Unmut der Einheimischen. Besonders prekär ist die Lage für Kriegswitwen wie Naima.

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

„Ultraschall brauchen wir nicht“ 
Mutter werden in Myanmar

Nach fünf Jahrzehnten Militärdiktatur liegt Myanmars Gesundheitssystem am Boden. Daran schwer zu tragen haben auch schwangere Frauen. Das Land ist einer der schlechtesten Orte auf der Welt, um Mutter zu werden.

 

Verena Hölzl Yangon

Die weibliche Alternative
In Ecuador machen Frauen als Mediatorinnen Karriere

Marianita Montalvo ist Anwältin und Mediatorin in Ecuador. Der kleine Staat mit fast 16 Millionen Einwohnern an der Pazifikküste Lateinamerikas ist eines der Länder mit den fortschrittlichsten Mediationsgesetzen des Kontinents und lässt, laut offiziellen Angaben, rund 30.000 Konflikte im Jahr

 

Diana Deutschle Buenos Aires

Reise an den Anfang
Zwei US-amerikanische Adoptivtöchter testen das Leben in China

Maya Ludtke, eine US-amerikanische Adoptivtochter aus China, reist an den Ort ihrer Herkunft – und ihre Adoptivmutter Melissa macht ein Multimedia-Projekt daraus.

 

Sabine Muscat Washington D.C.

Die Kraft des Theaters
Beim Kongo-Tribunal sitzt die Regierung auf der Anklagebank

Zum ersten Mal in der 20-jährigen Geschichte des Kongo-Krieges wird die Frage nach den Verantwortlichen gestellt. Ohne ein funktionierendes Justizsystems ist das Kongo-Tribunal mehr als nur Theater.

 

Simone Schlindwein Kampala

Wahrheit oder Ehre?
Eine afghanische Frau auf der Flucht

Die Afghanin Khatera wurde jahrelang vom eigenen Vater missbraucht. Doch ihre Umwelt schüchterte die 26-Jährige ein, anstatt ihr zu helfen. Die Geschichte einer Frau, die trotz Todesdrohungen nicht von der Wahrheit abrückte – und dennoch in ihrer Gesellschaft geächtet bleibt.

 

Pauline Tillmann Berlin

„Die Öffentlichkeit schützt ihn“
Ein Portrait von Raif Badawis Frau

Er ist das derzeit wohl bekannteste Gesicht Saudi-Arabiens – zumindest in der westlichen Welt. Der Blogger Raif Badawi wurde vor einem Jahr zu 1.000 Stockhieben, zehn Jahren Gefängnis und einer hohen Geldstrafe verurteilt. Raifs Frau, Ensaf Haidar, ist mit den

 

Sabine Rossi Köln

Wilder Koriander
Afrokolumbianerinnen entdecken das Kräuterhandwerk

„Die schwarze Frau ist ein wertvolles Wesen. Sie geht ihren Weg, schreibt ihre Geschichte, jeden Tag, ohne anzuhalten. Frau der Sonne und des Regens, eine naturgegebene Führung. Übermittlerin von Wissen und Schöpferin von Frieden.“

 

Diana Deutschle Buenos Aires

Die Retterinnen des Regenwaldes
Kongolesische Frauen machen mobil

Kongos Frauen haben den Rebellen den Kampf angesagt: Mit verbesserten Holzkohleöfen wollen sie den Milizen das Geschäft kaputt machen. Denn diese verdienen jährlich Millionen mit dem Holzkohlehandel. Es ist Afrikas Schwarzes Gold.

 

Simone Schlindwein Kampala

Eine Mauer, die trennt
Israelische Frauen kämpfen um Gleichberechtigung

Die „Women of the Wall“ kämpfen dafür, dass jüdische Frauen – entgegen der ultraorthodoxen Tradition – an der Jerusalemer Klagemauer so beten dürfen wie Männer. Dafür werden sie von ultraorthodoxen Männern angegriffen, manchmal sogar körperlich. Der Streit wird auch deshalb

 

Mareike Enghusen Tel Aviv

American Mom
Wenn Elternzeit Privatsache ist

Die USA sind das einzige entwickelte Land ohne ein gesetzliches Recht auf bezahlten Mutterschutz und Elternzeit. Viele Frauen empfinden das als ungerecht, aber machen das beste aus ihrer Situation. Die Politik reagiert bisher nur mit zaghaften Lösungsversuchen.

 

Sabine Muscat Washington D.C.

Vier Wochen Geisel
Eine Begegnung mit der Journalistin Giuliana Sgrena

Vor zehn Jahren wurde die italienische Journalistin, Giuliana Sgrena, im Irak entführt und vier Wochen lang festgehalten. Am 4. März 2005 geht ihre Geiselnahme dramatisch zu Ende. Wir haben Giuliana Sgrena in Rom getroffen und mit ihr über ihre Entführung gesprochen. Wie

 

Sabine Rossi Köln

Neun Quadratmeter zum Leben
Wie eine Sekunde alles verändern kann

Die Afghanin Malika hatte ein prachtvolles Leben, wie sie sagt – bis ihre Familie auf eine Bombe am Straßenrand auffuhr, die westlichen Soldaten galt. Seither kämpfte die Witwe alleine gegen Taliban, aber auch gegen den Staat.

 

Pauline Tillmann Berlin

Ukraine – erwache!
Die Freiwilligenbewegung in der Ukraine

Die Demonstrationen auf dem Maidan haben die Menschen in der Ukraine aufgerüttelt. Hinzu kommt der Krieg in der Ostukraine. Genau diese Gemengelage hat dazu geführt, dass in dem postsowjetischen Land nun so etwas wie eine Zivilgesellschaft entsteht. Getragen wird diese Zivilgesellschaft

 

Pauline Tillmann Berlin

Gulya geht nicht weg
Einblick in die russische LGBT-Community

Während viele Russen ihrem Heimatland den Rücken kehren, hält Gulya Sultanova tapfer die Stellung. Sie organisiert das LGBT-Festival „Bok o Bok“ und lässt sich nicht einschüchtern. Das Portrait einer mutigen, unerschrockenen Lesbe in St. Petersburg.

 

Pauline Tillmann Berlin