Magazin

Gegen den Hass
Über den unermüdlichen Kampf im Netz

Hetze und Diffamierung im Internet nehmen zu. Ziel sind oft Frauen oder gesellschaftliche Minderheiten. Der Verein „ichbinhier“ hält mit tausenden Freiwilligen, die unermüdlich in den sozialen Netzwerken kommentieren, dagegen.

 

Recht auf Teilhabe
Mehr Vielfalt im Auswärtigen Amt

Im deutschen Auswärtigen Dienst sind Menschen mit Migrationsgeschichte unterrepräsentiert. Genau das will Tiaji Sio ändern. 2019 gründete die junge Diplomatin das Netzwerk „Diplomats of Colour“, um mehr Schwarze und People of Colour (PoC) anzusprechen.

 

Eva Tempelmann Münster / Lima

Die Unbesiegbaren
Unterricht statt Feldarbeit

Seit zehn Jahren herrscht Krieg in Syrien. Die meisten Geflüchteten leben in angrenzenden Ländern wie dem Libanon. Der Münchener Verein „Zeltschule e.V.“ richtet in Flüchtlingscamps Schulen für syrische Kinder ein. Außer für Bildung sorgen die Schulen auch für das Überleben der Familien. 

 

Lesen statt putzen
Publizistische Vielfalt in Hamburg

Eine unabhängige Messe macht’s vor: Bei der „Indiecon“ in Hamburg – die immer am ersten Wochenende im September stattfindet – sind gut die Hälfte der Publizist*innen und Autor*innen weiblich. In der Branche ist das durchaus ungewöhnlich.

 

Land der Ungleichheit
Sexismus in Japan

Die Organisation „Voice Up Japan“ kämpft für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung. Keine leichte Aufgabe in einem Land, in dem Sexismus und Hausfrauenideal so präsent sind. Selbst Schulen und Universitäten schummeln, um Frauen abzuwehren.

 

Von Recht und Liebe
Bianca Walther forscht über historische Frauen

Helene Lange, Gertrud Bäumer und Anna Pappritz sind keine Freundinnen von Bianca Walther, doch nehmen sie und zahlreiche weitere „Damen“ viel Raum in ihrem Leben ein. Die Berliner Dolmetscherin und Historikerin beschäftigt sich intensiv mit Frauen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Darüber bloggt, postet, twittert, spricht und forscht sie intensiv und erfolgreich.

 

Frauen an der Macht
Immer mehr irische Universitäten unter weiblicher Führung

Jahrhundertelang wurden die Universitäten in Irland von Männern geführt. Jetzt wird eine Glasdecke nach der anderen durchstoßen: Mit der neuen Leiterin des „Trinity College“ Dublin, Linda Doyle, übernimmt die vierte Frau ein hohes akademisches Amt. Die erste aber war Professorin Kerstin Mey – die Berlinerin leitet seit Sommer 2020 die Universität Limerick.

 

Coole Kopftuchmädchen
Vielfalt muslimischer Frauen sichtbar machen

Sie war Friseurin, dann Sozialarbeiterin. Aufgewachsen ist Dalal Mahra nicht religiös, für das Kopftuch hat sich die 30-jährige Berlinerin bewusst entschieden. Nun hat sie mit „Kopftuchmädchen“ ein Medienprojekt gegründet, das Stereotype aufbrechen und Facetten zeigen will. 

 

Mehr Klimaberichterstattung
Warum ein Umdenken dringend notwendig ist

Mangelndes Faktenwissen, Verdrängung und handwerkliche Missverständnisse führen dazu, dass Klima in vielen Redaktionen zu kurz kommt. Das kritisiert die Journalistin Sara Schurmann – und erklärt in einem Gastbeitrag, warum sie eine Debatte innerhalb der Branche anstoßen will.

 

Die Große Mutter von Palermo
Agnese Ciulla und ihr Engagement für minderjährige Flüchtlinge

In der Flüchtlingskrise wird Palermos damalige Stadträtin Agnese Ciulla zum gesetzlichen Vormund von mehr als 900 Kindern und Jugendlichen und erhält den Beinamen „Große Mutter“. Dank ihres Einsatzes ändert sich die Gesetzeslage in Italien, sodass heute auch Bürger*innen die Obhut für junge Migrant*innen übernehmen können.

 

298 Mal Unrecht
Trauer um die Opfer des MH17-Absturzes

Im Jahr 2014 verloren fast 200 Niederländer*innen beim Absturz des Flugzeugs mit der Nummer MH17 in der Ostukraine ihr Leben. Die Hinterbliebenen sind ratlos und geschockt, der Verlust hat tiefe Wunden gerissen. Auch sieben Jahre danach sind sie kaum verheilt.

 

Mit Tee zu einer besseren Welt
Porträt über Unternehmerin Gigi Crawford

Manuka-Honig, Hobbits und ein Vogel, der nicht fliegen kann: Es gibt viele Exportschlager aus dem Land der Kiwis. Tee gehört bislang nicht dazu. Eine Frau will das ändern. Denn die Welt weiß kaum davon, dass ihre Teepflanzen unweit des Auenlandes ganz ohne Chemie prächtig gedeihen.

 

„Bücher von Männern gibt es schon genug“
Neuer Verlag publiziert ausschließlich Autorinnen

Der Buchmarkt ist bislang männlich geprägt. Mit dem „Ecco Verlag“ hat sich in Hamburg ein Verlag ausschließlich für Literatur von Autorinnen gegründet – und auch das Management liegt komplett in Frauenhand.

 

Lieber laut als höflich
Feministische Bewegungen in Ghana

In Ghana hat feministischer Aktivismus Tradition. Soziale Medien haben ihm in den vergangenen Jahren neuen Antrieb verliehen, der jetzt gebraucht wird, um queere Menschen im Land zu schützen.

 

Kritische Frauenthemen in Pastellfarben
Portrait der ägyptischen Illustratorin Lamiaa Ameen

Lamiaa Ameen kombiniert zarte Töne mit ernsten Themen: Die Marketing-Managerin illustriert in ihrer Freizeit die Periode, Depression und toxische Beziehungen – immer aus einer weiblichen Perspektive.

 

Deine Mutter am Mischpult
Frauen in der DJ-Industrie

Als junge Frau legt Esther Goedvolk in verschiedenen Clubs in den Niederlanden auf. Heute ist sie Mitte 50 und will wieder Musik machen: als „DJ Je Moeder“ – übersetzt „DJ Deine Mutter“. Doch der Weg in die Industrie ist schwer, auch für die Künstlerinnen der Gruppe „Lady Joker“. Denn: Diese Welt ist immer noch eine Männerdomäne.

 

Gretas Familie
Drei Frauen, ein Verlag

„Gretas Freunde“ ist ein kleiner Berliner Verlag, der Bücher über Fernweh und Freundschaft für große und kleine Leser*innen herausgibt. Dahinter stecken Christine Weißenborn, Sarah Neuendorf und Serena Hatfield. Sie sind nicht nur Kolleginnen, sondern auch Freundinnen und Schwägerinnen – und teilen ihre Vorliebe für schöne Printprodukte, langsames Reisen und große Familien.

 

Eva Tempelmann Münster / Lima

Das Streben nach Identität
Karibische Kultur in Frankreich

Südsee-Schönheiten, Traumstrände und Rum: Die meisten verbinden mit der Karibik ein romantisiertes und auf den europäischen Gusto reduziertes Insel-Idyll. Mona Georgelin hat genug davon und kämpft mit ihrem Verein „Mamanthé“ dagegen an. Ihr Motto: Kultur statt Klischee.

 

Unberührbar und unbestechlich
Indische Reporterinnen kämpfen für Gerechtigkeit

Vergewaltigung, illegale Minen, fehlende Toiletten und faule Wahlkampfversprechen – die Journalistinnen von „Khabar Lahariya“ decken auf, wo andere wegsehen. Dabei gelten die Dalit-Frauen im Bundesstaat Uttar Pradesh als „unberührbar“ im Kastenwesen. Der Dokumentarfilm „Writing with Fire“ zeigt, wie sie sich dennoch Respekt verschaffen.

 

Hilfe für Brasilianerinnen
Integration durch Teilhabe und Gemeinschaft

Der Verein „Imbradiva“ hilft Brasilianer*innen in Deutschland bei der Integration. Während früher Diskriminierung und häusliche Gewalt die dominierenden Themen waren, wollen Sara Freire Simões de Andrade und Patricia Santos da Cruz heute vor allem das Selbstwertgefühl und die finanzielle Selbstständigkeit der Migrant*innen stärken.

 

Der Traum vom Fahrrad-Paradies
Mumbai und sein Verkehr

Firoza Suresh will die Welt-Stauhauptstadt Mumbai zum Fahrrad-Paradies machen. Die erste Bürgermeisterin für das umweltfreundliche Fortbewegungsmittel schreckt die Mammut-Aufgabe nicht ab. Eine der vielen Herausforderungen: Es gibt Millionen Autos, Busse, Motorroller und Rikschas, aber keinen befahrbaren Radweg.

 

Wahl oder Nicht-Wahl
Schwangerschaftsabbrüche weltweit

In dem Podcast-Projekt „CHOICE“ geht es um Schwangerschaftsabbrüche weltweit. Dahinter steckt das Künstlerinnenkollektiv „werkgruppe2“. Einige unserer Korrespondentinnen – unter anderem aus Irland, den Niederlanden und Namibia – stehen dort als Expertinnen Rede und Antwort. Wir haben Silke Merzhäuser, eine der Initiatorinnen, interviewt.

 

Lachen gegen das Trauma
Clown*innen im Libanon

Sabine Choucairs Markenzeichen ist die rote Nase: Als Clownin geht sie auf die Straßen und bringt Menschen zum Lachen. Im Libanon wird das dringend gebraucht: Die Wirtschaftskrise, die Pandemie und zuletzt die Explosion am Beiruter Hafen lasten schwer auf den Gemütern. Doch können die kurzen Momente der Freude wirklich heilen?

 

Von der Ästhetik der Befreiung
Afrikanische Künstlerinnen erzählen ihre Geschichten

Namafu Amutse ist erst 22 Jahre alt, als ihre erste Ausstellung „Bright Eyes Into Afrofuturism“ das Café „Prestige“ in Windhuk mit Gästen füllt. Für sie bedeutet das Genre, Stereotype zu durchbrechen und endlich selbst im Mittelpunkt einer Geschichte zu stehen, statt als Objekt behandelt zu werden.

 

Die Tabubrecherin
Franka Frei und die Menstruation

Die Periode ist politisch, findet Franka Frei: Sie wird als Schwäche wahrgenommen, die möglichst unsichtbar vonstatten gehen sollte. Das sei diskriminierend und nicht zeitgemäß.

 

Das Wundermaterial aus dem Meer
Bauen und arbeiten mit Seegras

Schon im 18. Jahrhundert verwenden die Einwohner*innen der dänischen Insel Læsø am Strand angespültes Seegras, um ihre Häuser zu isolieren oder Dächer zu decken. Eine kostengünstige und umweltfreundliche Methode, die in Vergessenheit geriet. Die Architektur-Studentin Kathryn Larsen arbeitet daran, diese alte Bautechnik in die Moderne zu übertragen.

 

Wenn eine Frau als Risiko gilt
Filmemacherinnen kämpfen für Gleichberechtigung

Beim „Tatort“ sitzen mittlerweile deutlich mehr Frauen im Regiestuhl als noch vor wenigen Jahren. Doch in der überwiegenden Mehrheit sind deutsche Filme und Serien nach wie vor das Werk von Männern. Regisseurinnen, Drehbuchautorinnen und ihre Kolleginnen fordern eine Quote – und ein grundsätzliches Umdenken in der Branche.

 

Schluss mit moderner Sklaverei
Italienische Landarbeiterinnen begehren auf

In Süditaliens Landwirtschaft waltet ein mafiöses System, das nicht nur Migrant*innen, sondern auch italienische Frauen mit unzumutbaren Arbeitsbedingungen auf den Feldern ausbeutet. Eine Gruppe von Arbeiterinnen in Apulien hat sich nun gegen die Methoden der Agrarmafia verbündet.

 

Der Kampf fürs Klima
Umweltaktivist*innen geben nicht auf

Auch wenn die „Wicklow Mountains“ südlich von Dublin so aussehen – Irland ist weder politisch, noch wirtschaftlich oder gesellschaftlich besonders grün. Doch seit Kurzem hat der irische Ableger der globalen Bewerbung „Fridays for Future“ zumindest in der Hauptstadt starken Rückhalt: Mit Hazel Chu ist die erste „grüne“ Oberbürgermeisterin der Hauptstadt ins Rathaus eingezogen.

 

Feministin mit Herzblut und Megafon
Zehn Jahre arabische Aufstände

Bei der Revolution in Tunesien 2011 protestierte sie zum ersten Mal und riskierte damit ihren Schulabschluss. Zehn Jahre später steht noch immer ein Megafon im Zimmer von Roula Seghaier. Im Libanon protestiert sie damit für Gleichberechtigung und hat sich dem Kampf mit ganzem Herzen verschrieben.

 

Die Busenfreundin
Vom Umgang mit der eigenen Brust

Eines Morgens stand Karen Rodríguez Real vorm Spiegel, schaute auf ihre Brüste und sagte sich: „Was schauen meine gut aus!“ Dann dachte sie an all die Frauen, die an ihren Brüsten zweifeln – und beschloss, das zu ändern.

 

Die Insel der Frauen
Emanzipation und Entschleunigung im Mittelmeer

Während der Rest der Welt auf das Ende der Corona-Pandemie hinfiebert, scheint das Leben auf der Mittelmeerinsel Alicudi in gewohnter Gelassenheit fortzuschreiten. Seit jeher ist das abgeschiedene Eiland Anlaufpunkt für emanzipierte Frauen und Aussteigerinnen auf der Suche nach individueller Freiheit.

 

Im Zentrum der Macht
Frau leitet peruanischen Kongress

Mirtha Vásquez ist Menschenrechtsanwältin, Feministin und Politikerin. Seit dem 17. November 2020 ist sie darüber hinaus noch Präsidentin des peruanischen Kongresses. Vásquez hat die Aufgabe, eine von politischen Unruhen, Korruptionsskandalen und der Covid-19-Pandemie geprägten Regierungsperiode abzuschließen.

 

Eva Tempelmann Münster / Lima

Heldinnen von morgen
Afghanische Rugby-Spielerinnen als Vorbilder

An Mädchenschulen in Afghanistan wird Rugby zunehmend populär. Mögliche Verletzungen und Naserümpfen der Gesellschaft schrecken die Schülerinnen nicht ab. Sie wollen sich durchsetzen und Vorbilder für andere junge Frauen werden – wenn da nicht eine Entwicklung wäre, die ihnen Sorgen bereitet.

 

Chancen und Grenzen der Inselfrauen
Gleichberechtigung in Malta

Malta hat einige der progressivsten LGBTQI-Gesetze der Welt und damit Vorbildcharakter. Trotzdem sind die Einwohner*innen des Inselstaates nicht überall gleichberechtigt. Das merken vor allem Frauen, die Karriere machen wollen.

 

Sexismus taugt nicht zum Witz
Irische Comediennes wehren sich

Auch irische Komikerinnen machen Witze über Sex. Schlüpfrig kommt an, das findet das Publikum lustig. Aber es gibt eine unsichtbare Grenze zwischen Gags und Sexismus, die von Männern – Managern und Moderatoren – oft drastisch überschritten wird. Die Frauen auf den Comedy-Bühnen in Irland sagen: Die Szene hat ein Problem.

 

Empowerment für den Neustart
Immigrantinnen stärken sich gegenseitig

Der Berliner Verein I.S.I. unterstützt seit 30 Jahren Frauen mit Migrationsgeschichte auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Bei Coachings und Kursen zu Webdesign, Marketing oder Steuerfragen finden die Gründerinnen ein Umfeld, das an sie glaubt.

 

Fazit und Ausblick
Unsere Pläne 2021

Nach einem dramatischen Appell von Chefredakteurin Pauline Tillmann Anfang Dezember haben wir sehr viel Unterstützung und Solidarität erfahren. Das heißt: Wir können 2021 weitermachen!

 

Weniger ist mehr
9 Vordenkerinnen geben Anstoß

Wir wissen alle: 2020 war ein Ausnahme-Jahr. Extrem anstrengend, extrem unsicher, extrem schwierig. Nun stehen wir an der Schwelle zum neuen Jahr und haben 9 Pionierinnen gefragt: Was bräuchte es, damit 2021 ein richtig tolles Jahr wird? Oder auch: Was müssen wir aktiv dafür tun, dass wir in einer besseren Gesellschaft leben? 

 

Besonders ausgezeichnet
Hannah Kiesbye und ihr „Schwer-in-Ordnung-Ausweis“

Hannah Kiesbye wurde mit Trisomie 21 geboren – doch die Genveränderung behindert die 18-jährige Schülerin nicht auf ihrem Lebensweg. Im Gegenteil: Vor Kurzem hat sie den Bundesverdienstorden erhalten für eine Idee, die bundesweit eine Diskussion um den Begriff der Behinderung ausgelöst hat.

 

Widerstand im Wüstenstaat
Aktivist*innen kämpfen für mehr Selbstbestimmung

Abtreibungen in Namibia sind – bis auf wenige Einschränkungen – illegal. Wer Geld hat, kann dafür nach Südafrika gehen. Aber: Das macht nur eine Minderheit der Frauen. Oftmals bleiben gesundheitsgefährdende Abtreibungen durch Medikamente die einzige Option. Junge Aktivist*innen wollen das jetzt ändern.

 

In eigener Sache
Wir brauchen DEINE Unterstützung!

Es sieht nicht gut aus für „Deine Korrespondentin“. Die Einnahmen über Zeitungen sind uns aufgrund von Covid-19 massiv weggebrochen. Deshalb schreibt Chefredakteurin Pauline Tillmann – erstmals – einen offenen Brief. Es ist, wenn man so will, ein letztes Aufbäumen.

 

Schwarzer Peter
Rassismusdebatte in den Niederlanden

Alljährlich sorgt „Zwarte Piet“, der schwarz geschminkte Helfer vom Nikolaus, in den Niederlanden für Diskussionen und Auseinandersetzungen bei Demonstrationen. Die Wahrnehmung ist dabei ganz unterschiedlich: Aktivist*innen kämpfen schon seit Jahren gegen die „rassistische Karikatur“, andere wollen sich ihre „Tradition“ nicht nehmen lassen.

 

Namibias illegale Königinnen
Emanzipation in den Bars der Townships

Die Portraits der deutschen Fotografin Julia Runge erzählen die Geschichten der „Shebeen Queens“ – selbstbestimmte Unternehmerinnen, die den Lebensunterhalt ihrer Familie mit dem illegalen Ausschank von Alkohol in den Bars der namibischen Townships verdienen. In einem Fotoband veröffentlichte die Berlinerin nun ihre Begegnungen.

 

Finanz-Königin der Schweiz
Wie eine Frau den Schweizer Finanzsektor aufgerüttelt hat

Wer sein Vermögen absichern möchte, hat ein Bankkonto in der Schweiz. Genau da hat die Schweizerin Olga Miler den blinden Fleck der Industrie entdeckt: die Frauen. Sie hat die vergessene Kundschaft ins Zentrum gerückt und will Frauen mit einem einfachen Tool weiterhelfen.

 

Claudia Müller Zürich / Amsterdam

Die Pionierinnen von Teheran
Frauen treiben Wandel voran

40 Jahre nach der Islamischen Revolution in Iran treiben vor allem Frauen den gesellschaftlichen Fortschritt im Land voran. Immer mehr von ihnen machen sich selbständig. Wir stellen fünf Pionierinnen vor.

 

Mütter auf Distanz
Unter Zwang gaben Frauen ihr Baby weg

Tausende schwangere unverheiratete Frauen wurden von 1956 bis 1984 in den Niederlanden gezwungen, ihre Kinder nach der Geburt zur Adoption freizugeben. Allmählich kommt die Aufarbeitung in Gang. Aktuell wird im Auftrag der niederländischen Regierung die Zahl der Betroffenen untersucht – und eine Mutter klagt.

 

Abtreibung in Malta
Wann fällt die letzte Bastion?

Malta verbietet als einziger Staat in der Europäischen Union Schwangerschaftsabbruch komplett – der Eingriff kann mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden. Betroffene Frauen reisen daher ins Ausland oder bestellen Abtreibungs-Pillen online. Einige Mediziner*innen wollen das ändern.

 

Irische Dragqueens
Ein Liebesbrief an die Frau

Panti Bliss im goldenen Kleid und mit noch goldeneren Haaren ist wie eine Torte voller Funken sprühender Kerzen: Sie zieht alle Blicke auf sich. Die „Königin von Irland“ heißt eigentlich Rory O’Neill, ist 51 Jahre alt und versucht, homophobe Vorurteile und Vorwürfe, frauenfeindlich zu sein, einfach wegzulächeln.

 

Licht im Dunkel
Vera Falck kämpft für Opfer sexuellen Missbrauchs

Die Zahl der angezeigten Fälle von sexualisierter Gewalt gegen Kinder nimmt zu. Oft bleibt der Missbrauch im Verborgenen. Vera Falck vom Hamburger Verein „Dunkelziffer“ engagiert sich seit mehr als zwei Jahrzehnten für Prävention und Aufklärung und hilft Betroffenen. Das hinterlässt auch bei ihr Spuren.

 

„Es war, als ob ich nicht existiere“
Klima-Aktivistin aus Uganda

Sie kämpft für mehr Umweltschutz und jetzt auch gegen Rassismus: Die 23-jährige Vanessa Nakate ist Gründerin der „Fridays for Future“-Bewegung in Uganda.

 

Historische Heldinnen
Irland feiert seine weibliche Vergangenheit

Irland entdeckt seine Frauen – wieder. Ein angesagter Partykeller besinnt sich auf historische Figuren, eine Ausstellung zeigt irische Heldinnen und eine Fernsehserie wirft ein Schlaglicht auf Pionierinnen der vergangenen Jahrhunderte. Das Land besinnt sich auf seine Vergangenheit, um seine Zukunft zu stärken.  

 

Abseits
Situation von Afghan*innen in Iran

Medienberichte über das Leben von Frauen in Iran konzentrieren sich meist auf die gesellschaftliche Mittelschicht. Dadurch gehen die Schicksale anderer Frauen unter. Eine der größten übersehenen Gruppen sind die Afghaninnen im Land. Wie ist ihre Situation?  

 

Izkia Siches
Links, Feministin, Ärztin

Monatelang protestierten die Chilen*innen auf den Straßen – dann kam Corona. Während kaum noch jemand den alten Männern in der Regierung vertraut, wird eine junge Ärztin immer beliebter. Das Porträt ist der letzte Teil unserer Virolog*innen-Serie.

 

Sophia Boddenberg Santiago de Chile

Die Frau mit dem langen Atem
Sofía Gómez Uribe will immer tiefer tauchen

Die 28-jährige Apnoetaucherin Sofía Gómez Uribe hat ihrem Heimatland Kolumbien drei Weltrekorde und mehrere pan- und südamerikanische Rekorde beschert. Sie will mehr Menschen für diesen Sport begeistern – und mit ihrer Liebe für die Ozeane anstecken.

 

Cillian de Gascun
Irischer Virologe über Verantwortung und Verständnis

Cillian de Gascun gehört zu den führenden Wissenschaftler*innen der Virologie in Irland. Vor SARS-CoV-2 äußerte er sich einmal im Jahr öffentlich zur Grippesaison, forschte ansonsten vorwiegend zu HIV. Jetzt leitet der 46-Jährige die Beratergruppe des Nationalen Notfallteams für öffentliche Gesundheit.

 

Leben, um davon zu erzählen
Sara Rus kämpft gegen das Vergessen

Sara Rus überlebt Konzentrationslager, Zwangsarbeit und Todesmarsch. Dann beginnt sie ein neues Leben in Argentinien. Dort lässt das Militär ihren Sohn verschwinden. Die unglaubliche Geschichte einer Frau, die unermüdlich für das Leben kämpft – und gegen das Vergessen.

 

Anne Herrberg Buenos Aires

Ana Lucía de la Garza
Die Frau für den Überblick

Vor der Corona-Pandemie kannte kaum ein Mensch in Mexiko Ana Lucía de la Garza Barroso. Das Virus katapultierte die Funktionärin des Gesundheitsministeriums ins Rampenlicht. Ein Porträt.

 

Bestsellerautorin über Nacht
Erfolgreich mit Diätrezepten

Güldane Altekrüger wuchs im Hamburger Stadtteil St. Pauli als Tochter türkischer Gastarbeiter*innen auf. Als Erste in ihrer Familie schaffte sie das Abitur, studierte, machte Karriere. Doch plötzlich kündigte sie ihren Job und schrieb ein Backbuch.

 

Ilaria Capua
Rückkehr einer Angeklagten

Seit sie das afrikanische Vogelgrippevirus entschlüsselt hat, zählt Ilaria Capua zu einer der bekanntesten Virolog*innen der Welt. In ihrem Heimatland Italien wurden ihre wissenschaftlichen Errungenschaften jedoch nicht immer mit Ruhm geehrt. Die Zukunft der Forschung sieht sie in Big Data und nachhaltigem Handeln.  

 

„Sie behandeln uns wie Tiere“
Wirtschaftskrise im Libanon

Ausländischen Haushaltshilfen im Libanon fehlt das Geld für die Heimreise. Die Hausangestellten wurden teilweise jahrelang nicht bezahlt, manche sogar geschlagen und misshandelt. Viele von ihnen möchten nun zurück. Kurzfristige Hilfe bekommen sie von selbstorganisierten Aktivist*innen.

 

Peter Piot
Forscher und Covid-19-Überlebender

Der belgische Mikrobiologe Peter Piot hat schon mit vielen gefährlichen Viren zu tun gehabt. Im Jahr 1976 ist er maßgeblich an der Entdeckung des Ebola-Virus beteiligt, ist Gründer des UN-Programms zur Bekämpfung von AIDS – und infiziert sich im März mit Covid-19. Der 71-Jährige ist zudem Corona-Sonderberater von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

 

Weiblich, irisch, obdachlos
Frauen ohne Dach über dem Kopf

Es gibt kein Klischee der irischen obdachlosen Frau – sie ist jung oder älter, gebildet oder ohne Schulabschluss, gesund oder krank. Die Lebensläufe der auf den Dubliner Straßen Lebenden sind ganz individuell. Aber deutlich häufiger als im Rest von Europa sind sie weiblich. 41 Prozent der Obdachlosen in Irland sind Frauen.

 

Dmitrij Konstantinowitsch Lwow
Wissenschaftler vom alten Schlag

Der russische Virologe Dmitrij Lwow ist seit der Sowjetunion eine Ikone der Wissenschaft. Nun ist Russland das meistinfizierte Land Europas, den Behörden scheint die Lage zu entgleiten. Lwows Position ist symptomatisch für das paradoxe russische Verhältnis zwischen Wissenschaft und Macht. Dieses Porträt ist der erste Teil einer Serie von internationalen Virolog*innen, die wir in den nächsten Wochen vorstellen werden.

 

Diese fünf Frauen prägen die ukrainische Mode
Von Tradition bis Moderne

Von traditioneller Stickerei bis zu handgemalten Kritzeleien, von „Upcycling“ bis zu Couture – die ukrainische Mode ist bunt, modern und kreativ. Und vor allem: weiblich. Diese fünf Designerinnen setzen neue Zeichen, wie Alexandra Belopolsky berichtet.

 

Traumjob mit Männerüberschuss
Frauen in der Games-Branche

Sie zocken genauso gern Video- und Computerspiele wie Männer. Doch als Mitarbeiterinnen und Chefinnen sind Frauen in der Games-Industrie deutlich in der Unterzahl – und wenig sichtbar. Allmählich ist die Branche jedoch in Bewegung geraten, wie nicht zuletzt die Körpermaße von Lara Croft beweisen.

 

Großstadtbienen leben besser
Porträt der Imkerin Erika Mayr

Seit vielen Jahren setzt sich Erika Mayr für eine nachhaltige und respektvolle Bienenzucht in der Großstadt ein. Doch die summenden Bestäuberinnen geben ihr weitaus mehr zurück als nur Honig. Vor allem in Krisenzeiten sind sie wahre Lehrmeisterinnen.

 

Frauen und Kriegsberichterstattung
Wissenschaftliche Arbeit gibt Aufschluss

Gerade das Berufsfeld der Kriegsberichterstatter*innen ist männlich dominiert. Deshalb ist es spannend zu sehen, was Journalistinnen sagen, wenn man zum Beispiel fragt welche Rolle ihr Geschlecht bei ihrer Arbeit spielt. Linda Otto hat mit ihrer Masterarbeit genau das untersucht und 15 Reporterinnen interviewt. Ein interessanter Einblick in die wesentlichen Erkenntnisse.

 

„Mein Bauch gehört mir“
Ungewollt schwanger in der Corona-Krise

In den Niederlanden ist ein Schwangerschaftsabbruch unter bestimmten Bedingungen legal, aber aktuell steht nicht das Gesetz, sondern die Corona-Krise der praktischen Ausführung im Weg. Viele Frauen haben aus verschiedenen Gründen schlicht keinen Zugang zu Abtreibungskliniken. Eine Petition soll das jetzt ändern.

 

Ein Raum für Frauen
Interview mit den Gründerinnen von „Salon F“

Friederike Streib und Judith Anger haben in München den „Salon F“ eröffnet – einen Co-working-Space und Gesellschaftssalon für alle, die sich als Frauen identifizieren. Die geschützten Büroplätze sowie die gemeinsamen Workshops, Kurse und Veranstaltungen sollen Frauen untereinander vernetzen und Unternehmerinnen unterstützen.

 

Der Vergewaltiger bist du!
Chilenische Kunstaktion geht um die Welt

Eine feministische Performance über sexualisierte Gewalt hat sich in den sozialen Medien verbreitet – und wird jetzt von Frauen überall auf der Welt aufgeführt. Die Initiatorinnen kommen aus Chile, wo der Feminismus die treibende Kraft der Protestbewegung gegen die Regierung und die soziale Ungleichheit im Land ist.

 

Sophia Boddenberg Santiago de Chile

Frauen an der Flotten-Spitze
Drei Kapitäninnen in der Irish Navy

Es ist eine historische Zahl für die irische Marine: Zum ersten Mal in ihrer Geschichte wird ein Drittel der Schiffsflotte von Frauen geführt. Dabei sind nicht mal sieben Prozent des gesamten Navy-Personals weiblich – was die drei Kapitäninnen Claire Murphy, Grace Fanning und Nessa Maloney noch bemerkenswerter macht.

 

Madame Tango
Von der Eroberung des argentinischen Broadways

Die Tangotänzerin Andrea Ghidone begeisterte ihr Publikum lange Zeit im Theater und im argentinischen Fernsehen. Jetzt produziert sie ihre eigenen Tango-Shows. Trotz der Kritik von Feministinnen an diesem Tanz schwärmt sie von der Verkörperung „einer mutigen Frau, die keine Angst vor dem Mann hat“.

 

Feminismus im Mainstream angekommen
Interview mit Autorin Erica Fischer

Vor mehr als 50 Jahren ging Erica Fischer erstmals auf die Straße, um für Frauenrechte zu demonstrieren. Im Interview erzählt sie, was ihr Aktivismus mit der Liebe zu tun hat, welche Fortschritte sie sieht und was sie von jungen Feministinnen gelernt hat.

 

Die Eule
Frauenbewegung in Medellín

Dora Saldarriaga hat es mit der ersten politischen Frauenbewegung Kolumbiens bei der Kommunalwahl ins Medellíner Rathaus geschafft. Sie will nicht nur die Stadt verändern, sondern wie man in ganz Kolumbien Politik macht.

 

Jagd auf Masken und Mahlzeit
Coronavirus in Süditalien

In Sizilien wird der Höhepunkt der Corona-Pandemie Anfang April erwartet. Bereits jetzt fehlt es in den Krankenhäusern an Atemmasken und lebenserhaltenden Geräten. Hinzu kommen Lebensmittelplünderungen und soziale Spannungen aufgrund der Hungersnot vieler Familien. Ärzt*innen und Sozialarbeiter*innen bereiten sich auf das Schlimmste vor.

 

Ferien vor der großen Krise
Coronavirus in Russland

Während Oligarch*innen Beatmungsgeräte horten, schickt Präsident Putin das Land in den Urlaub: Alles deutet darauf hin, dass Russland in der Corona-Pandemie das Schlimmste erst noch bevorsteht. Doch Katastrophenangst ist unter der russischen Bevölkerung bislang kaum zu spüren.

 

Wenn Häftlinge beurlaubt werden
Coronavirus in Iran

Das Coronavirus trifft Iran besonders stark und tödlich. Doch lassen sich Iraner*innen ihren Humor nicht nehmen, dafür haben sie schon zu viel durchgemacht. Neben all dem Schrecken kommen im Land auch Prozesse in Gang, die wichtige Veränderungen mit sich bringen können.

 

Von Fisch und sauberer Luft
Coronavirus in Peru

Seit zwei Wochen sitzen in Peru mehr als 30 Millionen Menschen in ihren Häusern fest. Die Regierung hat innerhalb kürzester Zeit den nationalen Notstand ausgerufen, eine mindestens einmonatige Ausgangssperre verhängt und die Grenzen geschlossen. Mit frischem Fisch, großer Solidarität und abendlichem Applaus versuchen die Peruaner*innen, die Krise zu bewältigen.

 

Eva Tempelmann Münster / Lima

Lieferdienste und Hochdruck-Desinfektion
Coronavirus im Libanon

Aus aktuellem Anlass publizieren wir in den nächsten Tagen und Wochen verstärkt Erlebnisberichte von unseren Korrespondentinnen. Sie schildern wie sich das Coronavirus in ihren jeweiligen Ländern auswirkt, wie die Menschen und die Politik damit umgehen. Das heutige Stimmungsbild kommt aus dem Libanon.

 

Kollektive Abwehrkräfte stärken
Was wir von Italien lernen können

Seit gut einer Woche hält Italien den Atem an. Die Menschen im ganzen Land verzichten in häuslicher Quarantäne auf ihre persönlichen Freiheiten zum Wohl aller – ein Beitrag kollektiver Verantwortung, der ein Weckruf an den Rest Europas ist. Ein persönlicher Stimmungsbericht aus Süditalien.

 

Mehr als Dekoration?
Iranische Frauen in der Politik

Frauen haben in Iran seit 1979 wenig Rechte. Um Reformen zu ihren Gunsten kämpfen sie deshalb von innen. Gastautorin Lisa Neal analysiert die aktuelle Rolle iranischer Politikerinnen in diesem Prozess.

 

Eine Kanzlerin macht noch keinen Sommer
Gleichberechtigung in Deutschland

100 Jahre sind seit der Einführung des Frauenwahlrechts vergangen, 42 seit der ersten „Emma“, dem Leitblatt des Feminismus im deutschsprachigen Raum und 33 Jahre seit Ina Deter von Frauen sang, die langsam, aber gewaltig kommen – und dennoch: Frauen tauchen nur als prominente Vorzeige-Beispiele auf, aber nie zu 50 Prozent, obwohl sie die Hälfte der Bevölkerung ausmachen.

 

Zurück im Leben
Rucksack für Brustkrebs-Patientinnen

In Spanien haben Frauen einen weltweit einzigartigen Rucksack für Brustkrebs-Patientinnen entwickelt. Unternehmerin Maria Prandi will damit nicht nur ein gesundheitliches Problem lösen, sondern sich selbst und anderen Betroffenen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

 

Lustige Frauen
Porträt der Autorin Gianna-Mariella Tripke

Frauen gelten – gemeinhin – nicht als besonders lustig, und das obwohl sie öfter lachen. Genau deshalb sind es meist Männer, die Witze für Fernsehen und Bühnenshows schreiben. Wir haben Gianna-Mariella Tripke getroffen: eine Ausnahme in der deutschen TV-Humor-Szene.

 

Die Revolte beginnt in der Küche
Gleichberechtigung in Italien

Egal ob Rettungsanker oder goldener Käfig – Gleichberechtigung in Italien dreht sich ohne Zweifel um die Familie. Trotz rascher Fortschritte im EU-Vergleich zählt vor allem im Süden des Landes die Vereinbarkeit von Beruf und Muttersein zur größten Herausforderung für italienische Frauen.

 

„Wir brauchen einen kulturellen Wandel“
Ein besonderes Frauenhaus in Argentinien

Das „Casa del Encuentro“ ist nicht nur eine Anlaufstelle für Opfer von häuslicher Gewalt, sondern auch ein Treffpunkt für argentinische Feministinnen. Die Organisation erstellte 2008 den ersten Bericht über Femizide in Argentinien und übernimmt eine Vorreiterrolle im Kampf für Frauenrechte.

 

Reisende in Sachen Kinderrechte
Schutz und Bildung für Mädchen

Auch 30 Jahre nach Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention gibt es noch immer viel zu tun. Maike Röttger, Geschäftsführerin der Organisation „Plan International“ in Deutschland, setzt sich dafür ein, dass Mädchen gleiche Chancen auf Bildung haben. Sie ist überzeugt: Nur so ist Veränderung möglich.

 

Das Prinzip des Eineinhalbverdieners
Gleichberechtigung in den Niederlanden

Sie waren das erste Land, das die gleichgeschlechtliche Ehe legalisierte, gestatten unter bestimmten Voraussetzungen Sterbehilfe und der Verkauf und Konsum weicher Drogen ist nicht gesetzeswidrig. Man könnte die Niederlande also für fortschrittlich halten. Aber gilt das auch für die Emanzipation?

 

„Sei unabhängig und beneidenswert“
Warum Frauen selbst Hand anlegen sollten

„Können Sie das denn überhaupt – als Frau?“ Sylvia Adamec hat es satt, solche Sprüche zu hören. Die Handwerkerin und Trainerin hat in ihrem Leben zwischen Baustelle und Baumarkt mit vielen Vorurteilen zu kämpfen und will andere Frauen ermutigen, nicht mehr länger auf (männliche) Helfer zu warten, wenn etwas repariert werden muss.

 

Zwischen Gewalt und Ganztagesjob
Gleichberechtigung in Frankreich

Zwar klappt die Vereinbarkeit von Kind und Karriere für die meisten Französinnen ohne Probleme. Den Begriff „Rabenmutter“ haben die meisten wohl noch nie gehört. Doch es gibt auch Probleme wie häusliche, mitunter tödliche Gewalt gegen Frauen, die Tausende Menschen auf die Straßen treiben. Zwei Pariserinnen berichten von ihren Erfahrungen.

 

Mama, die Superheldin
Zwei Frauen schreiben Migrationsgeschichte(n)

Was Einwanderinnen in Deutschland leisten, bleibt oft ihr Leben lang ungewürdigt. Melisa Manrique Oyola und Manik Chander haben die Geschichten von Müttern mit Migrationsintergrund in einem Buch gesammelt – und fast nebenbei eine Frauen-Community ins Leben gerufen.

 

„Die Straße gehört uns!“
Die Revolution im Libanon ist weiblich

Frauen sind das Herz der Proteste im Libanon. Sie heizen die Menge mit Megafonen an, stellen sich Polizist*innen entgegen und bestärken ihre Kinder, gegen die korrupten Politiker auf die Straße zu gehen.

 

Sie wollen die Wahl haben
Gleichberechtigung in Russland

Bis heute gelten in Russland Berufsverbote für Frauen – ein Relikt aus der Sowjetunion, die ihnen eigentlich Gleichberechtigung versprach. Noch immer gilt der Satz „Du bist doch ein Mädchen!“ als selbsterklärend. Doch immer weniger Frauen wollen sich davon einengen lassen.

 

Abtreibung in Irland
Ein Referendum und seine Folgen

Früher mussten Frauen in Irland Abtreibungen heimlich oder im Ausland vornehmen lassen. Nach einem Referendum sind seit einem Jahr Abtreibungen in der Republik Irland legal, seit Mitte Oktober auch in Nordirland. Trotzdem gibt es noch immer heftige Proteste vor Praxen und Kliniken. Eine Annäherung an ein hochemotionales Thema.

 

Geliebt und gehasst
Die argentinische Vizepräsidentin Cristina Kirchner

Die einen feiern sie als Wiedergeburt Evitas, für andere symbolisiert sie den Untergang des Landes. Unbestritten ist: Keine Politikerin prägte Argentinien wie Ex-Präsidentin Cristina Kirchner. Nun, inmitten einer schweren Wirtschaftskrise, ist sie wieder da – als Vizepräsidentin.

 

Anne Herrberg Buenos Aires

Frauen in der Zwickmühle
Gleichberechtigung in Ungarn

Die rechtskonservative Regierung Ungarns prägt das Frauenbild des Landes und spaltet seine Bürger*innen. Hinzu kommt, dass ungarische Frauen dazu gezwungen sind, eine Lösung für die fehlende Betreuung von Kleinkindern und die Pflege älterer und kranker Familienangehöriger zu finden, die nur zu einem geringen Teil professionell organisiert wird.

 

Der Zauber von echten Begegnungen
Veranstaltung für (potenzielle) Unterstützer*innen

Heute berichten wir ausnahmsweise in eigener Sache: Wir lassen unseren ersten „Inspiration Day“ Revue passieren, der am 26. Oktober in Berlin stattgefunden hat. Gekommen sind etwa 40 Frauen und Männer, viele aus der Medienbranche, aber nicht nur.

 

Sie folgen ihrem Ballgefühl
Wie spanische Fußballerinnen zu Profis werden

Früher waren sie als „Mannweiber“ verschrien, heute kommen bei Top-Spielen Zehntausende zu ihnen ins Stadion. Immer mehr Spanierinnen spielen Fußball. Jetzt wollen sie für mehr Gleichberechtigung im Profisport streiken. Denn obwohl die Liga professioneller wird, können die Spielerinnen nicht davon leben.

 

Gemeinsam sind sie stark
„Chicas Poderosas“ stärkt Journalistinnen

Bei den „Mächtigen Mädchen“, so heißen die „Chicas Poderosas“ auf Deutsch, unterstützen sich Frauen aus der Medienbranche länderübergreifend, vor allem in Lateinamerika. Für die heute preisgekrönte kolumbianische Journalistin Lía Valero war es der Einstieg in eine neue Welt.

 

Macherinnen statt Opfer
Gleichberechtigung in Lettland

Lettland ist stolz auf seine Frauenpower: Unternehmerische Führungspositionen sind besonders oft weiblich besetzt, die meisten Lettinnen hervorragend ausgebildet und selbstbewusst. Zugleich haben viele von ihnen frauenfeindliche Gewalt und Ausbeutung erlebt. Wie passt das zusammen?

 

Unerhörte Geschichten
Interview mit Journalistin Nelly Luna

Nelly Luna Amancio hat 2014, gemeinsam mit anderen Kolleg*innen in Peru, die investigative Journalistenplattform „Ojo Público“ gegründet. Die 37-Jährige setzt sich für mehr Transparenz in den Medien ein und deckt Geschichten auf in einem Land, in dem Korruption, Machtmissbrauch und Verletzung von Menschenrechten alltäglich sind. Eva Tempelmann hat sie interviewt.          

 

Eva Tempelmann Münster / Lima

Was kommt nach #MeToo?
Das Nachbeben einer globalen Bewegung

Die ägyptische Journalistin Wafaa Albadry ist überzeugt, dass die allgegenwärtige Kultur der Gewalt gegen Frauen sich nicht ändern wird, wenn sich die Medienindustrie nur oberflächlich verändert.

 

Es summt im sozialen Bienenstock
Zarah Bruhn bringt Geflüchtete in Arbeit 

„Social Bee“, zu Deutsch soziale Biene, ist ein Startup, das Geflüchteten Jobs vermittelt. Der Vorteil der Zeitarbeitsfirma: Unternehmen wird die aufwändige Betreuung der neuen Mitarbeiter*innen abgenommen. Wir haben Gründerin Zarah Bruhn begleitet.  

 

Dem Machismo geht es an den Kragen
Emanzipation in Spanien

Über Spanien schwappt ein „Tsunami des Feminismus“: In der Regierung sitzen so viele Ministerinnen wie nirgends sonst in Europa. Doch das führt nur langsam zu mehr Gleichberechtigung. Vor allem Mütter sind benachteiligt.

 

„Ich behalte gern die Kontrolle“
Personenschützerin für Prominente

Nicole Kidman bevorzugt eine, J. K. Rowling und Diana Ross haben eine. Herzogin Kate und sogar ihr Mann Prinz William. Nicht die gleiche Designer-Handtasche – sondern eine Personenschützerin. In Irland und in Großbritannien, aber auch darüber hinaus ist Lisa Baldwin im Einsatz.

 

Vertreibung aus dem Paradies
Frauen im peruanischen Regenwald

Die Bilder der peruanischen Fotografin Leslie Searles erzählen Geschichten von Menschen, deren Stimmen in der Gesellschaft oft nicht gehört werden: Frauen, Indigene, Menschen, die gegen Widerstände ankämpfen müssen. Für ihre Werke ist sie mit mehreren Preisen ausgezeichnet worden.

 

Eva Tempelmann Münster / Lima

Belgien und die Gleichberechtigung
Zwischen Islamophobie und Frauenquote

Belgien liegt im EU-Gleichberechtigungsindex 2017 im oberen Drittel. Doch fühlen sich belgische Frauen im Alltag gleich und gerecht behandelt? Eine 60-jährige Aufsichtsrätin und eine 27-jährige muslimische YouTuberin haben dazu ganz unterschiedliche Meinungen.

 

Start in ein neues Leben
Jobvermittlung für geflüchtete Frauen

Eine Arbeit zu finden ist für weibliche Geflüchtete in den Niederlanden schwer. Christina Moreno will ihnen mit der Agentur „She Matters“ dabei helfen. Sie bietet ihnen mehrwöchige Workshops an und versucht sie, an niederländische Firmen zu vermitteln.

 

So emanzipiert sind Europas Frauen
Große Unterschiede in der Gleichberechtigung

Etwa 400 Millionen Frauen leben in Europa. Ihr Leben sieht von Land zu Land extrem unterschiedlich aus. Auch wenn Gesetze den Europäerinnen Gleichstellung zusichern, stehen sie in jedem Staat vor anderen Hürden auf dem Weg zur Emanzipation.

 

Digitale Säbelzahntiger im Sekundentakt
Maren Urner will digitale Vermüllung stoppen

Sekündlich erreichen uns Meldungen auf diversen Endgeräten. „Überfordert und hilflos“ blicken die Menschen auf die digitale News-Flut, sagt Buchautorin und „Perspective Daily“-Gründerin Maren Urner. Die Neurowissenschaftlerin weiß, was dabei im Kopf passiert und rät zu einer Abkehr von der medialen Endzeitstimmung.

 

Müll sammeln zwischen Sonnenschirmen
Freiwillige befreien Strand von Plastik und Kippen

Zwischen Sonnenschirmen und Liegen sind an Spaniens Stränden immer mehr Müllsammler*innen unterwegs. Sie finden an den Küsten kiloweise Abfälle – von Plastikmüll bis zum defekten Wasserkocher.

 

„Gutes zu tun ist ein gutes Geschäft“
Restaurantkette fördert alleinerziehende Mütter

Beatriz Fernández hat mit ihrem damaligen Mann vor fast 40 Jahren die erfolgreichste Restaurantkette Kolumbiens gegründet. Das Besondere an „Crepes & Waffles“: Von den gut 6.000 Angestellten sind bis heute 90 Prozent Frauen – die meisten Alleinerziehende. In vielen Fällen hat das Unternehmen ihr Leben verändert.

 

Zwischen Armut und Aufbruch
Wie Frauen ihr Viertel umkrempeln

Eine Gemeinschaftsinitiative in einem der Armutsviertel der sizilianischen Stadt Palermo entwickelt mit kreativen Ideen ihr eigenes Versorgungsmodell. Damit wollen die Menschen beweisen, dass soziale Veränderungen auch ohne Hilfe von der Politik möglich sind.

 

Vision von plastikfreien Meeren
Gründerin will Beitrag leisten

Johanna Maul ist 30 Jahre alt – und will nicht länger dabei zusehen, wie immer mehr Müll in die Ozeane gekippt wird. Deswegen hat sie die gemeinnützige Nichtregierungsorganisation „SAMEoceans“ gegründet. Gemeinsam mit deutschen Unternehmen will sie Projekte umsetzen, die im asiatischen Raum durch Aufklärung und nachhaltige Lösungen die Plastikflut beenden sollen. 

 

Die Kraft der weiblichen Wut
Soraya Chemaly rüttelt wach

„Zusammen weiter kommen“ lautete das Motto des ersten „Women’s Day“ der Frauenzeitschrift emotion. Anfang Mai kamen mehr als 800 Frauen in Hamburg zusammen, um sich fortzubilden und inspirieren zu lassen. Einer der Vorträge stammte von Soraya Chemaly, die über die Kraft der weiblichen Wut gesprochen hat.

 

Die stillen Opfer werden laut
Kampf um Gerechtigkeit in Peru

Unter der Regierung des früheren Präsidenten Alberto Fujimori wurden in den späten 90er Jahren schätzungsweise 300.000 Frauen und 20.000 Männer in Peru zwangssterilisiert. Fujimori nutzte die grausame Form der Geburtenkontrolle als Instrument gegen die Armut. Bis heute kämpfen die Opfer für die Aufarbeitung dieser Verbrechen.

 

Eva Tempelmann Münster / Lima

Mit Humor aufklären
Interview mit Brigitte Baptiste

Brigitte Baptiste ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten Kolumbiens: Die 55-Jährige ist als Direktorin des Humboldt-Instituts Expertin für Biodiversität und die wohl prominenteste Umweltschützerin des Landes. Gleichzeitig ist sie als Transfrau eine engagierte Kämpferin für sexuelle Freiheit.

 

Sie lassen sich nicht behindern
Inklusion in der Ukraine

In der Ukraine werden Menschen mit Behinderung noch immer an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Vor allem junge Frauen kämpfen dafür, dass sich das ändert: Sie schaffen neue Vorbilder.  

 

Unter Königinnen
Eine Imkerin in Slowenien

Sie ist besonders inmitten der anderen: Ksenija Dremelj gehört zu den nur rund zehn Prozent Imkerinnen im slowenischen Imkerbund. Das kleine Land ist im Bienenschutz zudem Vorbild in Europa.

 

Raus aus Spanien!
Die katalanische Bürgerbewegung

Elisenda Paluzie kämpft vehement für die Unabhängigkeit ihrer Region Katalonien. Sie fordert zusammen mit Hunderttausenden das „Ende der Unterdrückung durch den spanischen Staat“ – und das um fast jeden Preis.

 

Wie mächtig werden Brüssels Frauen?
Europas langer Kampf für die Gleichberechtigung

Frauen an die Macht – so könnte der Wahlslogan von Europas Politikerinnen lauten. Denn wie im Großteil der Parlamente aller EU-Mitgliedstaaten sind sie auch in Brüssel unterrepräsentiert. Bei den Europawahlen vom 23. bis zum 26. Mai haben die Europäer*innen die Chance, genau das zu ändern.  

 

Wenn sich arbeiten nicht rechnet
Hohe Kita-Kosten in Irland

Warum in Irland den Frauen – auch hochqualifizierten – die Rückkehr in den Job mit kleinen Kindern oft unmöglich ist, erzählt Clare Gahan, Anwältin und Mutter von zwei Mädchen. Dabei ist das auch eine wirtschaftliche Frage: Wie viel ist der Beruf einer Mutter wert?

 

Der Farbtupfer
Mabiland und ihre Musik

Mit 23 Jahren ist Mabely Largacha alias Mabiland eine der vielversprechendsten Künstlerinnen Kolumbiens. Sie verbindet Soul, Rock, Blues, Jazz und Hip-Hop zu Neo-Soul. Außerdem ist sie schwarz und offen lesbisch – eine Revolution in ihrem Land.

 

Ein Leben ohne Müll
Aktivistin wirbt für weniger Verpackungen

Der Müll von einem ganzen Jahr in nur einem Einmachglas! Wie soll das gehen? Shia Su macht’s vor: Seit Jahren lebt sie konsequent müllfrei und erklärt auf ihrer Website und in ihrem Buch, warum und wie sie das tut. Ihr ist wichtig, andere freundlich von dem sogenannten „Zero Waste“-Konzept zu überzeugen.

 

Wer hat Marx die Hosen gewaschen?
Feminismus in der Wirtschaft

Sie verdienen im Schnitt 27 Prozent weniger, arbeiten mehr und oft ohne soziale Absicherung: Mercedes D’Alessandro untersucht als eine der wenigen Wirtschaftswissenschaftlerinnen Argentiniens die Rolle der Frauen in der Krisenökonomie. Dafür musste sie erstmal gegen Machos am eigenen Lehrstuhl kämpfen.

 

Anne Herrberg Buenos Aires

Sein oder nicht sein
Seenotretterin vor Gericht

Pia Klemp rettete als Kapitänin im Mittelmeer Flüchtlinge in Seenot vor dem Ertrinken. Dafür soll ihr nun in Italien der Prozess gemacht werden: Ihr drohen bis zu 20 Jahre Haft. Doch Klemp kämpft weiter für ihr Anliegen – mittlerweile allerdings auf dem Festland. Was treibt sie an?

 

Diese fünf Frauen prägen die Ukraine
In Politik, Gesellschaft und Unterhaltung

Kosaken, Soldaten, Oligarchen: Wer an die Ukraine denkt, denkt oft an Männer. Dabei sind Frauen dort mindestens genauso einflussreich – und mit Julia Timoschenko hat eine von ihnen Chancen, die erste Präsidentin des Landes zu werden. Wir stellen fünf Ukrainerinnen in Schlüsselpositionen vor.

 

Fremde im eigenen Land
Veraltetes Gesetz bringt Probleme mit sich

Libanesische Frauen, die einen ausländischen Mann heiraten, dürfen ihre Staatsbürgerschaft nicht an ihre Kinder übertragen. Die Betroffenen fühlen sich von ihrem eigenen Land diskriminiert.

 

Bruch mit dem Klischee
Multikulti im Herzen von Brüssel

Seit den Anschlägen in Paris im November 2015 ist der Brüsseler Stadtteil Molenbeek weltweit bekannt. Es ist das Viertel, in dem der Drahtzieher der Terror-Attentate wohnte. Das Frauenhaus dort bricht allerdings mit dem typischen Klischee der muslimischen Frau. Hier werden Frauen seit 20 Jahren ermutigt, sich zu emanzipieren und Neues zu lernen.

 

„Indigene Frauen erleben viele Formen von Gewalt“
Von Feminismus, Identität und Poesie

Daniela Catrileo ist Mapuche, Poetin, Philosophin und Feministin. Die Befreiung der Frauen hängt für sie nicht nur mit dem Ende des Patriarchats, sondern mit der Befreiung ihres Volkes zusammen.

 

Sophia Boddenberg Santiago de Chile

Die Frau Gottes
Lateinamerikas erste katholische Priesterin

Als Kind spielte die 77-jährige Olga Lucía Álvarez mit ihren Geschwistern Gottesdienst und Osterprozession. Heute ist die Kolumbianerin die erste katholische Priesterin und Bischöfin Lateinamerikas. Geweiht wurde sie gegen den Widerstand der Amtskirche in Rom.

 

Bio-Tampons auf dem Vormarsch
Gründerinnen kämpfen für weniger Tabu

Tampons können chemische Stoffe wie Dioxine, Weichmacher oder Rückstände von Pestiziden enthalten. Deshalb bieten die beiden Gründerinnen Dorothée Barth und Coline Mazeyrat jetzt mit ihrem Startup eine Alternative zu den herkömmlichen Produkten, wie Korrespondentin Carolin Küter im Interview erfahren hat.

 

Vom Straßenmädchen zur Aktivistin
Einsatz für die Rechte von Transpersonen

Schon mit neun Jahren hatte sich Kenya Cuevas von dem Jungen in ein Transmädchen verwandelt. Dafür lebte sie auf der Straße und bot sich Männern für Sex an. Es folgten Drogenabhängigkeit, eine HIV-Infektion und zehn Jahre Gefängnis. Doch jedes Mal schaffte es Kenya Cuevas aus eigener Kraft, die Situation zu überwinden. Das macht sie heute zum Vorbild in ihrer Community.

 

Sonja Gerth Mexiko Stadt

Mauerkämpfe
Aktivistin ruft Ultraorthodoxe auf den Plan

Seit drei Jahrzehnten kämpft Anat Hoffman für Gleichberechtigung an der Klagemauer in Jerusalem. Dass manche sie als „Bulldogge“ beschreiben, nimmt sie als Kompliment. 

 

Kämpferin in Nordböhmen
Roma-Frau will Kommunalpolitik aufmischen

Renata Adamová ist Romni, Mutter und Sozialarbeiterin in Tschechien. Nun will sie als Kommunalpolitikerin in ihrer nordböhmischen Heimat Chomutov das Sozialsystem verändern – als Stadträtin für eine rechtspopulistische Partei, die landesweit mit Anti-Roma-Parolen punktete. 

 

Englisch für eine bessere Zukunft
Wie Eugenia Assaf ein Armenviertel verändert

In kaum einer Stadt in Kolumbien treffen die sozialen Unterschiede so krass aufeinander wie in Cartagena. Eugenia Assaf und ihr Team wollen die Lebensbedingungen der afrokolumbianischen Bevölkerung verbessern – und ihr Zuhause gegen ein Mammut-Immobilienprojekt verteidigen.

 

Alles (k)eine Frage der Fruchtbarkeit
Gespendete Eizellen für Frauen mit Kinderwunsch

Künstliche Befruchtung einer gespendeten Eizelle – in Deutschland verboten, für das Team von Rita Vassena in Barcelona Alltag. In ihrer Klinik suchen auch viele deutsche Frauen Hilfe, die nicht anders Mutter werden können.

 

Kleinbäuerin gegen Großkonzern
Megabergbau in Nordperu

Máxima Acuña de Chaupe aus Cajamarca in Peru kämpft seit Jahren gegen die Goldmine Yanacocha, weil deren Besitzer das Land kaufen will, auf dem die indigene Kleinbäuerin lebt. Trotz aller Drohungen des Bergbauunternehmens hält sie bis heute Stellung auf ihrem Stück Land. Für ihren Widerstand wurde ihr der Goldman Umweltpreis verliehen.

 

Eva Tempelmann Münster / Lima

Wenn eine Frau ein Orchester dirigiert
Claire Gibault über Diskriminierung im Klassikbetrieb

Noch immer gibt es kaum Dirigentinnen. Vor allem an der Spitze berühmter Ensembles sind sie rar. In Frankreich leitet keine einzige Chefdirigentin ein großes Orchester. Auch Claire Gibault hat es, trotz internationaler Bekanntheit, nicht auf einen solchen Posten in ihrer Heimat geschafft – umso stärker ist ihre Leidenschaft und der Kampf für mehr Gleichberechtigung.

 

Die eisernen Wölfinnen
Frauen beim Militär in Litauen

Seit der Ukraine-Krise fürchtet Litauen, von Russland überfallen zu werden – und rüstet auf. Patrioten bejubeln das Militär und immer mehr junge Frauen entscheiden sich für eine Laufbahn als Soldatin.

 

Das Patriarchat bröckelt
Der Weg kasachischer Frauen in die Unabhängigkeit

Feminismus ist ein Wort, das die kasachische Gesellschaft polarisiert. Häufig als Schimpfwort gebraucht, geben manche offen zu, Feministinnen zu sein. Zwei von ihnen sind Leyla Makhmudova und Saule Suleimenova. Beide haben ihre eigenen Wege gefunden, um Frauen in der kasachischen Gesellschaft präsenter zu machen.  

 

Frauen an der Klimafront
Wie sich das Wetter besonders auf Frauen auswirkt

Vietnam ist eines der Länder, in denen der Klimawandel das Leben der Menschen verändern wird. Besonders betroffen davon sind die Frauen. Denn sie müssen nicht nur oft das Familieneinkommen mit dem Verkauf von Obst und Gemüse erwirtschaften, sondern auch die Wohnungen vor Überflutungen schützen.

 

Mit Steinen auf Säuglinge
Wenn sich Frauen „züchtig“ verhalten sollen

In der israelischen Kleinstadt Beit Shemesh tobt ein bitterer Kampf um den öffentlichen Raum: Radikale Ultraorthodoxe stellen eigenmächtig Regeln auf und greifen Frauen an, deren Kleidung sie für aufreizend halten. Manche Beobachter sehen darin das Vorspiel eines drohenden Kulturkampfes im ganzen Land.

 

Emanzipation à la Osteuropa
Wie eine Professorin Feminismus versteht

Die Literaturprofessorin Ausma Cimdina hat den Feminismus an die Universität Lettlands gebracht: Ihr Zentrum für „Women’s Studies“ in Riga ist das einzige im Land. Doch ihr eigenes Verhältnis zu Emanzipationsfragen ist so widersprüchlich wie das vieler Lettinnen.

 

Wo sind Europas Spitzenkandidatinnen?
Ein Zwischenruf

Mehrsprachig, mächtig, männlich: So lassen sich die bisherigen Kandidaten der Parteien fürs Spitzenamt der EU-Kommission zusammenfassen. Der Kandidat, der die meisten Stimmen vonseiten der EU-Bürger bekommt, soll die Kommission ab Herbst 2019 leiten. Doch eine Frau ist dafür – wieder mal – nicht vorgesehen.

 

Inklusive Bett und Ausbeutung
Hausangestellte in Peru kämpfen für mehr Rechte

Mehr als 30 Prozent der Hausangestellten in Perus Hauptstadt Lima arbeiten unter sklavenähnlichen Bedingungen. Das sagt die Vorsitzende der Gewerkschaft für Hausangestellte in der Region Lima. Die Frauen bekämen niedrigste Löhne, seien unversichert und alltäglichen Diskriminierungen und körperlichen Misshandlungen ausgesetzt.

 

Eva Tempelmann Münster / Lima

„Wir müssen früh anfangen“
Neues Mädchenmagazin in Polen

Theoretisch können Jungen und Mädchen alles erreichen, wenn sie nur wollen. In der Praxis zeigt sich allerdings, dass es wesentlich von der sozialen Schicht abhängt, ob sie eines Tages studieren und sich ein Haus kaufen können. Auch in Hinblick auf ihr Geschlecht bekommen Mädchen schon früh Grenzen aufgezeigt. Das neue Magazin „Kosmos“ will das ändern.

 

Von Kommentaren und Katzenvideos
Das EU-Parlament und sein Social-Media-Team

Wer beantwortet die Nachrichten, wenn Bürger an das Europäische Parlament auf Facebook schreiben? Die Polin Karolina Wozniak mit ihrem Team. Europa ist ihr Herzensthema und Kommunikation ihre Leidenschaft.

 

„Theater ist eine Sprache, die jeder versteht“
Porträt einer kasachstandeutschen Regisseurin

Natascha Dubs ist seit 2014 künstlerische Leiterin des Deutschen Theaters in Almaty. Durch ihre experimentellen und sozialkritischen Inszenierungen hat sich die Kasachstandeutsche einen Namen gemacht.

 

Die Netzwerkerin
Frauen in den Medien sichtbar machen

Zuzanna Ziomecka arbeitet seit vielen Jahren für die größte Tageszeitung in Polen, „Gazeta Wyborcza“. Vor gut einem Jahr hat sie die Plattform „NewsMavens“ gegründet, seit September 2017 ist die Webseite online. Gemeinsam mit ihrem Verlag „Agora“ will sie vor allem eins: Frauen aus ganz Europa eine Stimme geben.

 

„Wir wollen ein Peru ohne Diskriminierung“
Interview mit Verónica Ferrari

Verónica Ferrari ist eine der bekanntesten Aktivistinnen der LGBTQ-Community in Peru, Feministin und Mitglied der neu gegründeten Partei „Nuevo Peru“. Die 39-Jährige setzt sich für die Rechte von Homosexuellen und Frauen in ihrem Land ein, in dem Homophobie tief verwurzelt ist. Eva Tempelmann hat sie in Lima getroffen.

 

Eva Tempelmann Münster / Lima

Nicht zu stoppen
Eine Sportjournalistin in Ghana hat große Pläne

Fast überall auf der Welt arbeiten Frauen in Sportredaktionen in Unterzahl. Doch beim lokalen Radiosender „Windybay“ ist Patience Addo Sosu nicht nur die einzige Frau im Team – sie hat auch die lauteste Stimme.

 

Keine Frauen, keine Innovation
„Riga Tech Girls“ wollen Vorbilder schaffen

Mit dem Startup „Infogram“ hat es Alise Semjonova auf die Forbes-Liste der besten 30 unter 30 in Europa geschafft. Jetzt hilft sie anderen Frauen und Mädchen in Lettland beim Einstieg in die Digitalbranche – denn dort liegt die Zukunft des Landes.

 

Keine falsche Bescheidenheit
Frankreichs oberste Feministin

Marlène Schiappa ist als Staatssekretärin für Gleichberechtigung zumindest offiziell die oberste Feministin Frankreichs. Sie will vor allem gegen sexuelle Belästigung in der Öffentlichkeit kämpfen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen verbessern – Probleme, mit denen die 35-Jährige ihre eigenen Erfahrungen gemacht hat.

 

Mehlwürmer à la carte
Nicole Sartirani bringt Krabbeltiere auf den Teller

Mit ihrer Initiative „Mikrokosmos Berlin“ setzt sich Gastronomin und Schauspielerin Nicole Sartirani für nachhaltige Alternativen zum Fleischkonsum ein und will Speise-Insekten künftig auch in Deutschland salonfähig machen.  

 

Dicke Bretter
Eine Frau reformiert die britische Verwaltung

Warum sind die Skandinavier eigentlich so innovativ? Das hat viel mit der Regierung und ihrer Verwaltung zu tun. Statt überbordende Bürokratie lautet das Motto: die Gesellschaft aktiv gestalten. Vorbild dafür ist eine britische Bewegung, die sich mit einfachen Prinzipien für eine empathische, offene und glücklichere Verwaltung einsetzt. Ihre Mitbegründerin Kit Collingwood zieht bei einem Auftritt in Schweden Bilanz.

 

Die grüne Welle
Argentiniens Debatte über eine Abtreibungsreform

Wann darf eine Frau abtreiben? Kaum ein Thema hat Argentinien in diesen Monaten so bewegt wie ein Gesetzesprojekt zur Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. Der Senat kippte es in letzter Minute –Argentiniens Frauenbewegung hat er damit nicht aufgehalten. Im Gegenteil.

 

Anne Herrberg Buenos Aires

Mode eröffnet neue Jobchancen
Altkleider aus Europa nicht länger erwünscht

Ab Ende 2018 dürfen keine Altkleider mehr nach Ostafrika importiert werden. Damit wollen die Länder ihre eigene Textilindustrie fördern. Ugandas Schneiderinnen freut das: In der Modeindustrie ergeben sich dadurch mehr Arbeitsplätze für Frauen, sowohl als Selbstständige als auch in den Fabriken.

 

Die Seiltänzerin
Über den Kampf für Frauenrechte in Afghanistan

Bahar Sohaili war die mutigste Frauenrechtsaktivistin Afghanistans. Nach massiven Drohungen von Konservativen musste sie ihren Job aufgeben. Aus Rücksicht auf ihre Familie tritt sie heute leiser auf als früher.

 

„Mit mir ist nicht gut streiten“
Kämpferin für die Rechte der Vergessenen

„Ich bin nicht kratzbürstig, aber beharrlich“, sagt die EU-Abgeordnete der Grünen, Barbara Lochbihler, über sich selbst. Seit den 80er Jahren kämpft sie für die Menschenrechte: Erst bei einer Frauenorganisation in Genf, dann bei „Amnesty International“ und seit 2009 im Europaparlament.

 

Die Überlebenden
Rolle der Frauen für den Friedensprozess in Kolumbien

Der Großteil der Entführungs- und Todesopfer im kolumbianischen Konflikt sind Männer. Zurück bleiben die Frauen. Sie sind es, die die Konsequenzen des Krieges tragen und den Friedensprozess vorantreiben. Wir stellen drei von ihnen vor.

 

Sophia Boddenberg Santiago de Chile

„Die Schweizer sind vielfältig“
Interview mit Perla Ciommi

„Lucify.ch“ ist eine neue partizipative und interkulturelle Webplattform in der Schweiz. Sie wurde von zehn Journalistinnen und Medienproduzentinnen verschiedener Herkunft ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, eine weibliche und internationale Perspektive in die Schweizer Medienlandschaft zu bringen. Wir haben mit einer der Initiatorinnen gesprochen.

 

Die Geschichte gehört allen
Historikerin kämpft gegen Erinnerungslücken in Belarus

In Belarus wollen viele die schmerzhaften Kapitel ihrer Geschichte vergessen. Sie sehen sich lieber als sowjetische Helden. Die Historikerin Tatsjana Pjatrowa ist überzeugte Patriotin – und setzt sich gleichzeitig für eine offene Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ein.

 

Es gibt viele Feminismen
Über die Vielfältigkeit der lateinamerikanischen Frauenbewegung

Virginia Vargas ist eine der Gründerinnen der peruanischen Frauenbewegung und eine der wichtigsten Feministinnen Lateinamerikas. Für sie liegt die Kraft der Frauen des Kontinents in ihrer Diversität.  

 

Sophia Boddenberg Santiago de Chile

Arabische Street-Art-Kunst
Wenn Wände sprechen

Immer mehr junge Frauen drängen in Jordaniens Street-Art-Szene. In einer konservativen Gesellschaft testen sie die Grenzen des Darstellbaren aus und malen gegen das Vorurteil an, das sei nichts für Mädchen.

 

Die Wurzeln der „Nouvelle Cuisine“
Wie Köchinnen stilprägend wurden

Bevor der kürzlich verstorbene „Kochpapst“ Paul Bocuse die französische Küche revolutionierte, haben Frauen den Grundstein dafür gelegt: Die „Mütter von Lyon“ führten bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eigene Restaurants, bewirteten Arbeiter, Großindustrielle und Nazis und gaben ihr Handwerk an Bocuse und Co. weiter. Für junge Köchinnen sind sie bis heute Vorbilder. 

 

Gleichberechtigung im Fußball
Argentiniens Spielerinnen begehren auf

Maradona, Messi, Mascherano. Ohne Argentinien wären Fußball-Weltmeisterschaften nur halb so unterhaltsam. In kaum einem Land ist die Begeisterung für diesen Sport so leidenschaftlich – auch bei den Frauen. Doch die werden vom Nationalverband AFA noch immer ignoriert. Zunehmend lehnen sich die Fußballerinnen dagegen auf.

 

Anne Herrberg Buenos Aires

Zwischen Unterdrückung und Freiheit
Frauen in Saudi-Arabien

Den Frauen in Saudi-Arabien werden künftig mehr Rechte zugestanden. Der plötzliche Sinneswandel des Kronprinzen Mohammed Bin Salman ist getrieben von wirtschaftlichen Interessen, aber die Frauen kümmert das wenig: Sie freuen sich über mehr Freiheiten. Dabei hilft ihnen das Startup „Glowork“.

 

Frauenrechte in Palästina
Wenn das Gesetz zum Feind wird

Gerade wurde im Westjordanland ein Gesetz abgeschafft, das Vergewaltigern Straffreiheit versprach, wenn sie ihre Opfer heiraten. Für diesen Durchbruch mussten palästinensische Frauenrechtsorganisationen hart kämpfen. 

 

Harte Fakten gegen miese Machenschaften
Perus datenjournalistische Pionierin

Die mehrfach ausgezeichnete Investigativjournalistin Milagros Salazar hat in Peru die sogenannten „Panama Papers“ mitenthüllt. Als erste weibliche Chefredakteurin eines investigativen Mediums in Peru geht sie mutig ihren Weg – und ist damit Vorbild für viele junge Journalistinnen.

 

Die Geburtsstunde der Nachtclubs
Interview mit Elettra Fiumi

Mit dem Film „A Florentine Man“ begibt sich Elettra Fiumi auf die persönliche Suche nach der Vergangenheit ihres Vaters. Mit bisher unveröffentlichtem Material ermöglicht sie einen Einblick in die Entstehung der europäischen Clubkultur. Unsere Gastautorin Helen Hecker hat die Regisseurin in Florenz interviewt und mit ihr jene Orte besucht, an denen alles begann.

 

Sexismus ohne Ende
Eine Ukrainerin kämpft gegen Diskriminierung

Der Feminismus ist überall anders ausgeprägt. Wir wollen in den nächsten Monaten einen Blick auf interessante Aktivistinnen werfen und aktuelle Strömungen näher vorstellen. Den Anfang macht eine Feministin aus der Ukraine. Ihr Name: Iryna Slawinska.

 

#MeToo in Frankreich
Eine vorläufige Bilanz

Letzte Woche haben wir über Delphine Girard berichtet, eine von 200.000 Frauen, die in Frankreich jedes Jahr häusliche Gewalt erleben. Girard findet es wichtig, über ihre Erlebnisse zu sprechen, um das Tabu zu brechen und anderen betroffenen Frauen zu helfen. Genau dasselbe will auch die #MeToo-Bewegung. Doch was hat sich in Frankreich seit den ersten Enthüllungen von sexuellen Belästigungen und Übergriffen konkret verändert?

 

„Man ist gar nichts“
Eine Französin spricht über häusliche Gewalt

Mit 19 Jahren lernte Delphine Girard ihren ersten Peiniger kennen. Er schlug sie, bedrohte sie mit einer Waffe, verfolgte sie nach der Trennung und vergewaltigte sie. Er ging dafür nicht ins Gefängnis. Das ist in Frankreich, wie in vielen anderen Ländern, noch immer eher die Regel als die Ausnahme. Wie erleben Opfer diese Verbrechen und die Arbeit der Justiz? Delphine Girard hat uns ihre Geschichte erzählt.

 

„Die Revolution hat den Frauen geholfen“
Frauenrechte in Ägypten

Die ägyptische Frauenrechtlerin und Filmemacherin Alexandra Kinias, 53, ist in Kairo aufgewachsen und lebt heute mit ihrem Mann in den USA. Vor zwei Jahren hat sie das Online-Magazin „Women of Egypt“ gegründet, um sensible Frauenrechtsthemen aufzugreifen und jungen ägyptischen Frauen eine Stimme zu geben. Mareike Enghusen hat sie interviewt.  

 

Schuldig oder nicht schuldig?
Ein Theaterstück zu sexualisierter Gewalt

Über Vergewaltigung wird in Ghana ungern gesprochen, häufig gelten Opfer sogar als mitschuldig an der Tat. Zwei Regiedozentinnen beleben die Debatte durch ein Theaterstück an der Universität neu – und forschen darüber.

 

Die Skikönigin von Bamiyan
Afghanische Frauen entdecken den Wintersport

Fatima Nazari ist die schnellste Skifahrerin Afghanistans. Das zweite Mal konnte sie nun die „Afghan Ski Challenge“ in der Provinz Bamiyan für sich entscheiden. Doch der Weg dorthin – und zu ihrem Ziel Olympiateilnahme – war und ist hart: In ihrer Heimat am Hindukusch gibt es weder Skilifte noch präparierte Pisten. Und die Finanzierung von Profisport ist äußerst schwierig.

 

Mein Vater, der Völkermörder
Frauen kämpfen für Aufklärung

Todesflüge, Verschleppung, Kindesraub – die grausamen Verbrechen der Diktatur werden in Argentinien juristisch aufgearbeitet. Doch die ehemaligen Militärs schweigen eisern. Nun haben ihre Kinder damit begonnen, ihre Stimme zu erheben. So stellt sich auch Erika Lederer gegen die eigene Familie und die Verklärung der Vergangenheit.  

 

Anne Herrberg Buenos Aires

Diese fünf Frauen prägen Russland
Von der Zentralbankchefin bis zur Menschenrechtsbeauftragten

In Russland hält Wladimir Putin allein alle Zügel in der Hand? Von wegen: Bei der Präsidentschaftswahl am 18. März fordert ihn erstmals eine Gegenkandidatin heraus – und auch auf Seiten des Staates beeinflussen und gestalten Frauen das Land entscheidend mit. Wir stellen fünf Schlüsselfiguren der russischen Politik und Gesellschaft vor.

 

„Lasst mehr Frauen unsere Filme machen!“
Warum Frauen vor und hinter der Kamera eine Quote fordern

Film und Fernsehen prägen unsere Weltsicht. Ihre Geschichten und Bilder sind jedoch oft voller Stereotype. Aktuelle Studien zeigen, dass Frauen im Film nur wenig zu melden haben. Jetzt macht sich eine neue Initiative stark, die mehr Gleichberechtigung und eine 50-Prozent-Quote in allen deutschen Filmgewerken zum Ziel hat. Von Helen Hecker, Berlin

 

Von Rassismus und Feminismus
Interview mit Aura Dalia Caicedo

Aura Dalia Caicedo ist Afrokolumbianerin, Aktivistin und Feministin. Sie setzt sich für die Rechte afrokolumbianischer Frauen ein. Dabei geht es nicht nur um die Gleichberechtigung von Frauen und Männern, sondern auch um die Akzeptanz von weißen Feministinnen. Sophia Boddenberg hat sie interviewt.

 

Sophia Boddenberg Santiago de Chile

Was bleibt von #MeToo?
Fünf Medienmacherinnen ziehen Bilanz

Das US-amerikanische Magazin „The New Yorker“ hat mit seinen Enthüllungen über Harvey Weinstein im Herbst 2017 eine Lawine der Entrüstung losgetreten. Bald darauf folgte #MeToo. Weltweit haben sich Frauen über diesen Hashtag auf Twitter zu Wort gemeldet und von ihren Erfahrungen mit Sexismus oder sexualisierter Gewalt berichtet. Doch hat sich aufgrund der Debatte wirklich etwas verändert? Wir haben Medienfrauen nach ihrer Einschätzung gefragt.

 

Queere Alternative zur „Bravo“
Ein neues Jugendmagazin ohne Dr. Sommer

Gegen Rassismus und Diskriminierung, dafür mit genderneutraler Sprache – so wollen die Texte des neuen digitalen Jugendmagazins „Brause*Mag“ daherkommen. Die Gründerinnen zielen damit vor allem auf Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren.

 

Vom Flüchtling zur Sexsklavin
Wie Afrikanerinnen in die Prostitution getrieben werden

In Sizilien blüht das Geschäft mit der Sexarbeit von nigerianischen Flüchtlingen. Doch eine Gruppe von ehemaligen Prostituierten aus Benin City kämpft gegen die Ausbeutung der Mädchen und will ihnen neue Perspektiven aufzeigen.

 

Wo Russland auf den Orient trifft
Porträt einer Filmfestivalleiterin in Kasan

Kasan gilt als Zentrum des Islam in Russland. Nicht umsonst widmet sich das größte Filmfest der Stadt der muslimischen Welt. Albina Nafigowa ist die künstlerische Leiterin, ihr Leben ist exemplarisch für diese Region.

 

Zur Arbeit gezwungen
Die Geschichte einer Ostarbeiterin

Elvina Semakowa wurde von den Nazis aus Belarus deportiert und zur Arbeit gezwungen. Nach dem Krieg wollte man sie zur Volksfeindin erklären lassen. Aber: Sie hat sich nie unterkriegen lassen und setzt sich mit ihren 91 Jahren noch immer für andere Ostarbeiter ein.

 

Wissen ist (Ohn)macht
Über die Korruption im afghanischen Bildungssystem

Vor kurzem haben in Afghanistan die Schulferien begonnen. Drei Monate lang haben Schüler und Studenten nun frei und bringen ihre Zeugnisse nach Hause. Besonders stolz ist Shakiba, eine fünffache Mutter aus Kabul. Sie hat für die Bildung ihrer Kinder auf alles verzichtet. Andernorts wächst die Enttäuschung über die vielen Missstände im Schulsystem, in das – nach dem Fall der Taliban – große Hoffnungen gesetzt worden waren.

 

Ramallahs Ausnahme-Gründerinnen
Palästinensische Frauen beleben die Wirtschaft

Zwei Schwestern haben eine US-Modekette nach Palästina geholt. Inzwischen expandieren sie nach Jordanien und helfen anderen Frauen bei der Geschäftsgründung – entgegen kultureller und wirtschaftlicher Widerstände.  

 

Der weibliche Blick
6 spannende Projekte im Überblick

Gibt es so etwas wie einen weiblichen Journalismus? Eher nicht. Aber es gibt Publikationen, die ihren Schwerpunkt auf Frauen legen. Denn auch wir bei „Deine Korrespondentin“ berichten ausschließlich über Frauen, um sie sichtbarer zu machen. In deutschen Medien wird fünf Mal mehr über Männer als über Frauen berichtet. Wir – und auch einige andere Magazine – wollen das ändern.

 

Die Trumpettes
Wie Frauen für den US-Präsidenten begeistern wollen

Seit zehn Monaten ist Donald Trump Präsident der USA. Während seine Beliebtheitsraten insgesamt bescheiden ausfallen, steht seine Basis weiter hinter ihm. Toni Holt Kramer ist Teil davon. Sie führt die „Trumpettes“ an, einen illustren Kreis von vorwiegend wohlhabenden Frauen, die zwischen Kreuzfahrten und Cocktailpartys die Agenda des Präsidenten unterstützen.

 

App gegen Belästigung
Rettung per Knopfdruck

Kairo ist berüchtigt für die sexuelle Belästigung, der Frauen im Alltag ausgesetzt sind. Nun hat eine junge Medizinstudentin eine App entwickelt, die im Notfall Fremde zu Helfern macht.

 

Ein Kinderbuch bewegt die Ukraine
Interview mit Larissa Denisenko

Die ukrainische Aktivistin und Journalistin Larissa Denisenko hat ein Kinderbuch geschrieben, das die Gemüter erregt. Sie stellt unterschiedliche Familienmodelle vor, darunter auch ein homosexuelles Elternpaar. In der Ukraine gilt das noch immer als Tabu. Unser Gastautor Jasper Steinlein hat sie interviewt.

 

Krebs – Afrikas negierte Seuche
Diagnose per Smartphone

In Afrika sterben mehr Frauen an Gebärmutterhalskrebs als an Malaria oder HIV. Der Grund: Die Wenigsten gehen zur Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen. Das endet meist tödlich, weil es kaum Behandlungsmöglichkeiten gibt. Doch jetzt können Krebspatientinnen in ganz Ostafrika aufatmen: Ugandas renommiertes Krebsinstitut bietet bald wieder Strahlentherapien an.  

 

Endstation Shatila
Syrische Frauen zwischen Hoffen und Bangen

Tausende syrische Flüchtlinge ziehen in palästinensische Flüchtlingscamps im Libanon – vor allem Frauen und Kinder. Sollten sie dort auf lange Sicht feststecken, droht ein Leben in Armut und Abhängigkeit.

 

„Wir wollen leben, nicht nur überleben“
Interview mit Rosângela José da Silva

Frauen mit heller Haut haben in Brasilien kein Problem, das passende Make-up zu finden, das Angebot für Schwarze dagegen ist rar. Und das obwohl Brasilien – nach Nigeria – das Land mit der größten schwarzen Bevölkerung der Welt ist. Deshalb hat Rosângela José da Silva eine Kosmetikmarke entwickelt, die Produkte speziell für dunkle Haut anbietet. Caren Miesenberger hat sie interviewt.

 

Selbst lenken
Eine Autofahrt für mehr Rechte in Saudi-Arabien

„Der Regen beginnt mit einem einzigen Tropfen“, schreibt Manal al-Sharif in ihrem Buch „Losfahren“. Sie selbst war so ein Tropfen, als sie 2011 in Saudi-Arabien Auto fuhr. Die Fahrt endete im Gefängnis. Nun will das Königshaus die strengen Regeln lockern. Doch Manal al-Sharif will mehr: gleiche Rechte für Frauen und Männer.

 

Ein großes Mädchen
Porträt einer Street-Art-Künstlerin aus Chile

Die 25-jährige Magdalena Cañas will mit ihren Wandmalereien die Menschen aus ihrem Alltagstrott wachrütteln. Kunst ist für sie auch gesellschaftliche Verantwortung: Sie soll andere stark und selbstbewusst machen – und sogar zum Widerstand auffordern. Ihr Lieblingsmotiv ist ein riesiges Mädchen.                                                                                

 

Sophia Boddenberg Santiago de Chile

„Heidi“ und „die Stute“
Der argentinische Wahlkampf wird von Frauen bestimmt

Die Parlamentswahl in Argentinien Ende Oktober gilt als Barometer für Erfolg oder Misserfolg der Regierung von Präsident Mauricio Macri. Doch die wahren Protagonisten dieser Wahl sind Frauen. Es geht ein weiblicher Ruck durchs Macholand – doch bedeutet das auch einen Wandel in der politischen Kultur?

 

Anne Herrberg Buenos Aires

Schlag auf Schlag
Aus dem Leben afghanischer Taekwondo-Kämpferinnen

Wenn Shopirey Othmankheil und Sohaila Hamidi zuschlagen, sieht der Getroffene erst mal minutenlang nur Sterne. Die zwei Afghaninnen sind international erfolgreiche Taekwondo-Profis. Der Kampf in ihrer konservativen Gesellschaft sei aber, erzählen sie, viel schwieriger als der auf der Matte. So sehr, dass sie ihn vorerst eingestellt zu haben scheinen.

 

„Es gibt so viele Geschichten in Gaza“
Interview mit Filmemacherin Razan Madhoon

Die palästinensische Filmemacherin Razan Madhoon sagt: „Bei keinem anderen Thema urteilen die Menschen so schnell, als wenn es um Frauen geht.“ Die 29-Jährige löste in ihrer Heimat Gaza einen Skandal aus, als sie öffentlich ihr Kopftuch abnahm. Unsere Korrespondentin Mareike Enghusen hat sie interviewt.

 

Unsichtbar und unverzichtbar
Der Arbeitskampf indischer Hausangestellten

Hunderttausende junge Frauen ziehen vom Land in die Großstädte, um als „Maids“ – Hausangestellte – für reiche Inder zu arbeiten. Meistens handelt es sich dabei um Schwarzarbeit: Die Frauen sind nur selten versichert, bekommen weder bezahlten Urlaub noch eine Rente. Im schlimmsten Fall werden sie nicht nur ausgebeutet, sondern auch psychisch, körperlich und sexuell misshandelt.

 

Journalismus ist kein Verbrechen
Türkei weiter unnachgiebig

Morgen wird Deniz Yücel 44 Jahre alt. Deshalb hat der Verein journalists.network einen offenen Brief an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verfasst. Wir von „Deine Korrespondentin“ unterstützen diesen Appell im Sinne der Pressefreiheit und wollen vor allem auf das Schicksal von Meşale Tolu aufmerksam machen.

 

Mit Höflichkeit gegen Rechtspopulisten
Interview mit Paulina Fröhlich

Die 26-jährige Paulina Fröhlich hat 2016, gemeinsam mit Freunden, die Initiative „Kleiner Fünf“ gegründet. Damit will sie verhindern, dass rechtspopulistische Parteien in den Bundestag einziehen, also weniger als fünf Prozent der Wählerstimmen bekommen. Chefredakteurin Pauline Tillmann hat mit ihr gesprochen.

 

Gekaufte Frauen
Ugandas Politikerinnen kämpfen für ein neues Ehegesetz

Wenn der Ehemann stirbt, gehen nicht nur sein Hab und Gut, sondern auch Frau und Kinder in den Besitz der männlichen Verwandten über. Die Witwe wird automatisch zur Zweitfrau des ältesten Bruders des Mannes – so besagt es Ugandas geltendes Eherecht, das noch aus den 1960er Jahren stammt. Gegen ein neues Gesetz sträuben sich die Männer. Doch die Frauen im Parlament kämpfen nun gemeinsam für ihre Rechte.  

 

Langer Atem
Ägypten im Wandel

Genitalverstümmelung, Razzien gegen Homosexuelle: Oft erreichen Dalia Abd El-Hameed die Notrufe nach Feierabend. Wie viele andere Menschenrechtsaktivisten in Ägypten bekommt auch sie den zunehmenden Druck der Regierung zu spüren. Doch Wandel sei auch jetzt noch möglich, sagt sie – und findet einen Weg.

 

Die Schönheit des Uterus
Australische Künstlerin entwirft ungewöhnlichen Schmuck

Bizarr und eigenartig oder auch pornografisch und unanständig finden manche Leute ihre Kunst, sagt Maria Rozalia Finna alias „Ouvra“. Doch auf ihrem Instagram-Account bekommt die facettenreiche Australierin viel Lob und Unterstützung für ihre Zeichnungen von Vulva-Auren. Katja Fischborn hat sie via Skype interviewt.

 

Abwehrbereit
Jordanierin bringt Frauen das Kämpfen bei

Lina Khalifeh hat Jordaniens erstes Selbstverteidigungsstudio für Frauen gegründet. Mit Gesprächsseminaren und vor allem Kampftsportunterricht bringt sie ihnen bei, für ihre Rechte einzustehen – mit Worten und, wenn nötig, mit Fäusten.